Artikel-Schlagworte: „Rottenmanner und Wölzer Tauern“

Schneeschuhtour Stalingradkapelle – Hohe Trett

Mittwoch, 10. Februar 2010

Sonntag (07.02.2010), hohe Lawinengefahr, keine besonders verlockende Wetterprognose.

Bei diesen “Zutaten” haben wir uns für eine Schneeschuhwanderung entschieden, bei der wir wieder einmal unsere Leihhunde mitnehmen konnten. Das Ziel war mit der Hohen Trett in den nördlichen Rottenmanner und Wölzer Tauern gefunden.

Im Gegensatz zu meiner Schneeschuhtour vom 14.03.2009 sind wir heute wieder oberhalb der zur Gemeinde Aigen im Ennstal zählenden Ortschaft Ritzmannsdorf gestartet – dort wo eine Bergstraße Richtung Stalingradkapelle bzw.  zum Mösl abzweigt.

Das ist übrigens jener Startpunkt, den wir auch bei unserer Winter-Wanderung am 06.01.2007 gewählt hatten.

Nico und Sammy zogen uns ungeduldig und kraftvoll über die geräumte, schneebedeckte, etwa 2 Kilometer lange Zufahrtsstraße hinauf, ehe wir kurz nach dem letzten Gehöft am Forstweg unsere Schneeschuhe anlegten.

Rasch wuchs die Schneehöhe an, und die Hunde wurden merkbar langsamer und gemächlicher.

Der Reiz der heutigen Tour lag eindeutig am tiefverschneiten Winterwald. Oberhalb der Jagdhütte am Kohlanger nahm die Schneemenge noch einmal an Deutlichkeit zu, und Sammy ließ uns mit einem leisen, aber wirkungsvollen mitleidhaschenden Winseln samt dazugehörigem Hundeblick wissen, dass er jetzt eigentlich die warme Stube  bevorzugen würde. 

Der Reiz eines tief verschneiten Winterwaldes

Der Reiz eines tief verschneiten Winterwaldes

Mehr als der Schnee dürfte das kleine Schlitzohr aber gequält haben, dass er heute mangels Vorwärtskommen im tiefen Schnee einmal nicht der Erste im “Rudel” sein konnte. 

Als dann aber auch Nico, der Labrador-Retriever, mit seinen 35 Kilogramm Gewicht bis über die Schulterhöhe in unseren Schneeschuh-Spuren verschwand – denn mittlerweile hatten es beide Hunde aufgegeben, selbst zu spuren und trotteten nur mehr brav hinter uns her – entschlossen wir uns vor dem letzten Steilhang auf das Gipfelplateau der Hohen Trett zur Umkehr.

Die Hunde trotten hinten nach

Die Hunde trotten hinten nach

Nicht zuletzt auch auf Grund des zunehmenden kalten Windes und des stärker werdenden Schneefalls.

Beim Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher Richtung Stalingradkapelle, ehe wir auf der Zufahrtsstraße wieder zurück zum Auto marschierten.

Weitere Informationen zur Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuh-Tourentipp: Plannerkreuz – Plannerknot – Hochrettelstein

Montag, 26. Oktober 2009

Bei phantastischen Wanderwetter sind wir heute (25.10.2009) auf der Suche nach einem schönen Schneeschuh-Platzerl in den Plannerkessel gekommen – ein Garant für frühe Schneeschuhtouren bereits in den Herbst-Monaten.

Im Hochwinter, wenn der Rummel der Schisaison auch das Halbrund südlich der Planneralm erfaßt hat, ist diese Gegend für ruhesuchende Naturliebhaber ohnehin nicht besonders empfehlenswert.

Die Wanderregion um Donnersbach im Österreich-Überblick

Die Wanderregion um Donnersbach im Österreich-Überblick

Das Tourengebiet im östlichen Plannerkessel

Das Tourengebiet im östlichen Plannerkessel

Der Routenverlauf von der Planneralm zum Hochrettelstein

Der Routenverlauf von der Planneralm zum Hochrettelstein

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Aus dem grünen, mit +2°C aber noch recht frischen Ennstal sind wir von Irdning Richtung Donnersbach abgebogen, um hier entlang der an sich breiten, an einigen kurzen Baustellen derzeit aber etwas eingeengten Planneralmstraße die mehr als 800 Höhenmeter zur Planneralm hinauf zu fahren.

Obwohl es in 1.600 Meter Seehöhe mit +4°C bereits doppelt so warm war, wie im Tal, wies die Straße an einigen schattigen Stellen dennoch kurze Eispassagen auf, die uns bei der Anfahrt kurzzeitig ins Schlingern brachten.

Einige Autos – überwiegend mit Wiener Kennzeichen – parkten im Umfeld der Planneralm. Gelegentlich waren kleinere Grüppchen von Wanderern aber auch schon Schitourengeher auf den ansatzweise präparierten Pisten zu erkennen und einige Wedelspuren ließen erkennen, dass das Abfahrtsvergnügen tatsächlich schon ein solches sein kann.

Erste Schispuren auf der Planneralm

Erste Schispuren auf der Planneralm

Wir verließen die präparierte Piste aber bald Richtung Osten, um den Plannersee anzusteuern. In seinem Umfeld trafen wir auf eine Schneeschuhspur – die sich laut Gipfelbucheintragungen (Plannerkreuz und Hochrettelstein) auf den Vortag datieren ließ.

Vom Plannersee stiegen wir über die latschenbewachsenen Hügel zum Plannerkreuz auf, während wir 2 Wanderer beobachteten, die sich in den Schneeschuhspuren ohne Stöcke und nur mit Bergschuhen ausgerüstet, abrupt und unerwartet immer wieder tief im Schnee versinkend Richtung Plannerknot mühten.

Bald schon hatten wir sie dank besserer Ausrüstung überholt und strebtem dem im Osten zum Greifen nahe scheinenden Hochrettelstein zu, während die 2 Wanderer – vermutlich Isi und Tosi ? –  am Plannerknot Halt machten. 

Plannerknot: In einigen Tourenführern heißt es übrigens DIE Plannerknot, in einigen anderen DER Plannerknot, manche zählen Plannerknot als Scharte, manche als Gipfel (als Gipfelsammler und -hamsterer schließe ich mich natürlich nur allzu gerne der zweiteren Variante an ;-)  . 

Am Plannerknot: Auch Isi und Tosi waren da

Am Plannerknot: Auch Isi und Tosi waren da

Der Weg zu unserem Gipfelziel – dem Hochrettelstein - sollte sich cirka noch eine Stunde lang ziehen. Bei bester Fernsicht und angenehmen Wandertemperaturen mit kaum merkbaren Wind war die Route aber ein großer Genuß.

Nach Westen reichte der Blick über die Dachsteingipfel bis zum Hochkönig, im Osten schienen die Gesäusegipfel um Buchstein, Admonter Reichenstein und Hochtorgruppe wirklich zum Greifen nahe.

Nach ausgiebiger Rundschau stiegen wir am mittlerweile in der Mittagswärme recht patzig gewordenen Schnee entlang der Anstiegsroute wieder zurück zur Planneralm.

Fazit: Für Ungeduldige, die jetzt schon gerne im Schnee unterwegs sein wollen, egal ob auf Schi, mit Bergschuhen oder idealerweise mit Schneeschuhen, bietet der Plannerkessel bereits jetzt etliche lohnenswerte Wander- und Gipfelziele, von denen einige natürlich auch im Schneeschuhtourenführer Zentral-Österreich näher beschrieben sind.

Ruhesuchenden Schneeschuhwanderern würde ich die Gegend um die Planneralm ohnehin eher vor bzw. nach der Schisaison ans Herz legen.

Weitere Links zu dieser Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch
Fotobericht im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian