Archiv für die Kategorie „Tourenplanung“

Tourennachbereitung am Beispiel Hocheck-Leßhöhe

Freitag, 19. Juni 2009

Nachdem ich in 2 früheren Beiträgen (Digitale Landkarten und GPS sowie Wetterinformationen) an Hand eines konkreten Beispieles (Bergwandertour Hocheck – Leßhöhe) beschrieben habe, wie ich meine Wandertouren vorbereite, möchte ich heute einige der Tätigkeiten erzählen, die ich nach dem Nachhausekommen zur Nach- und Aufbereitung der Wandertourendaten durchführe.

Einen Tourenbericht über die Wanderung an sich und warum dann vor Ort doch einiges anders gekommen ist, als geplant, werde ich Euch in einem separaten Beitrag schildern.

Schritt 1 – Fotos:

Im 1. Schritt übertrage ich die Fotos von der Speicherkarte auf das Notebook. Pro Wanderung fallen je nach Tourenlänge, Schönheit der Landschaft sowie Vielfalt der Eindrücke (Tiere, Blumen, Seen, etc.) durchschnittlich zwischen 300 und 500 Fotos an.

Das klingt jetzt einmal sehr viel, da ich aber in der Regel mit Belichtungsreihen arbeite und mich nicht nachträglich am Computer noch mit RAW-Entwicklung beschäftigen möchte, mache ich pro Auslösung grundsätzlich 3 verschieden belichtete Fotos. Bei besonderen Motiven aber durchaus auch 4 bis 5 Bilder, was durch die Belichtungsreihen schnell 12 bis 15 Fotos ergibt.

Schritt 2 – Statistikdaten:

Die Wartezeit der Foto-Übertragung überbrücke ich mit dem Ablesen der Daten meiner Suunto-Höhenmesser-Pulsuhr für meine Tourenstatistiken. Früher habe ich diese Daten auch noch auf den PC übertragen, aber die akribische Auswertung der Pulskurve ist eher etwas für Sportler und nicht für einen erklärten Anti-Sportler wie mich.

Folgende Daten sind dabei für mich von Interesse, die in runden Klammern notierten Werte schaue ich mir zwar an, notiert werden sie im Regelfall aber nicht:

  • Durchschnittspuls (Minimal- und Maximalpuls)
  • Tourdauer
  • Aufstiegs-Höhenmeter (Abstiegs-Höhenmeter nur bei unterschiedlichen Start-/Endpunkten)
  • Höchster Punkt
  • Startpunkt (Niedrigster Punkt nur bei Abweichungen vom Startpunkt)

Schritt 3 – GPS-Daten:

Im nächsten Schritt übertrage ich die GPS-Daten auf das Notebook, wobei ich die Track- und Wegpunktinformationen in 3 verschiedene Programme einlese und in 3 verschiedenen Formaten abspeichere.

  • a) AMap (OVL)
  • b) Kompass (GPX)
  • c) MapSource (GDB)

Neben den genauen Wegpunkten und  Wandertracks (die Bezeichnung “Route” steht im GPS-Jargon für eine etwas andere Art der Wegbeschreibung) liefern mir die GPS-Daten vor allem auch den Statistikwert der zurückgelegten Wegstrecke.

Schritt 4 – Fotoaufbereitung / Fotoauswahl

Der 4. Schritt ist einer der zeitaufwändigsten. Wie im 1. Schritt erklärt, fallen pro Wandertour ja doch einige hundert Fotos an, wobei sich viele davon ähneln.

Aber die Auswahl der Fotos ist ja nur ein Aspekt.

Für die Präsentation und Veröffentlichung der Bilder im Web ist es erforderlich, diese sowohl in Größe als auch in der Qualität zu “schrumpfen”, da einerseits der Speicherplatz etwas kostet, und andereseits die Downloadzeiten beim Ansehen der Tourenberichte noch in einem erträglichen Ausmaß gehalten werden sollen, wenn gleich heute bereits ein Großteil meiner Leser über einen schnellen Breitband-Zugang ins Internet verfügt.

Für diese Arbeiten habe ich mir ein günstiges, aber dennoch sehr effizientes und empfehlenswertes Programm gekauft, welches all diese Bildbearbeitungsschritte automatisiert und zuverlässig erledigt.

Neben der Verkleinerung der Fotos werden zusätzlich auch automatische Thumbs (kleine Vorschaubilder) erzeugt und das alles in einen ansehnlichen auf HTML-Seiten beruhenden Fotobericht verpackt, so wie ihr es bisher vom Tourenalbum auf AlpenYetis Wanderseiten gewohnt seid.

Zusätzliche Schmankerln, wie das Abpielen einer Diashow runden den Programmumfang ab.

Wer sich ebenfalls von den vielen Vorteilen dieser Software überzeugen will, findet im anschließenden Link weitergehende Informationen bzw. eine Bestellmöglichkeit: QIC-Webalbum

Die Generierung der Webseiten, die ich bisher einige Jahre lang nutzte, werde ich künftig aber durch ein Zusatzmodul des von mir selbst programmierten Programmes ATONIS abdecken, welches vor allem die vielfältigen Anforderungen an modernes Internetmarketing und Suchmaschinenoptimierung besser berücksichtigen soll.

Wer nicht darauf angewiesen ist, auf den Google-Suchergebnisseiten optimal platziert zu sein, ist aber mit QIC-Webalbum bestens bedient und vor allem bei den automatischen Bildaufbereitungsfunktionen, die ich auch weiterhin noch nutzen werde, habe ich zu diesem Preis und mit dieser einfachen Bedienung bis heute noch nichts in vergleichbarer Qualität gefunden.

So, jetzt aber wieder zurück zur eigentlichen Arbeit der Fotos-Auswahl:

Fotos-Auswahl mit QIC-Webalbum

Fotos-Auswahl mit QIC-Webalbum

Zunächst geht es darum, aus den 3 Fotos einer Belichtungsreihe das optimale zu finden. Wie bereits gesagt, wer sich lieber den (zeitlichen und speicherplatztechnischen) Aufwand mit RAW-Fotos antun will, muß natürlich immer nur ein Bild machen.

Allerdings hat die Belichtungsreihe noch einen weiteren Vorteil: Beim Wandern hat man häufig (ich zumindest) auch einen hohen Puls, der das ruhige, zitterlose Festhalten des Fotoapparates nicht immer gewährleistet. Bei einer Belichtungsreihe ist zumindest aber immer ein scharfes Foto dabei.

Wenn ich dann von jeder Belichtungsreihe das ansehnlichste Bild ausgewählt habe, geht es darum, zu entscheiden, ob dieses Foto auch letztendlich in den Tourenbericht Eingang finden soll, denn man sollte keinesfalls den beliebten Fehler machen, und zuviele ähnliche Fotos anbieten, die den Leser auf Dauer aber nur langweilen.

Außerdem soll sich ja eine Geschichte um die Wandertour entspinnen, die ein “rundes Bild” der Touren- und Wegverhältnisse gibt, die Orientierungunterstützung bietet, die auch die Umgebung und benachbarte Tourenziele zeigt, und die generell versuchen soll, die Stimmung und die Schönheit der jeweiligen Tourenregion zu vermitteln.

Sind die lohnenswertesten Bilder ausgewählt (und es ist wahrlich nicht leicht und einfach, hier immer die richtige Entscheidung zu finden), geht es darum, sie mit erklärendem Text zu versehen.

Auch diese Beschriftung ist mit dem weiter oben beschriebenen QIC-Webalbum einfach möglich, dennoch werde ich diese Funktionalität künftig auch über ATONIS mit Datenbankunterstützung abwickeln.

Zuletzt gilt es noch die fertigen HTML-Seiten mit Index-Seiten und Einzelfoto-Seite zu erstellen, eine Aufgabe, die das QIC-Webalbum (bzw. künftig ATONIS) automatisch erledigt.

Für all jene, die sich künftig dieser komfortablen Hilfe ebenfalls bedienen wollen, hier noch einmal der Link: QIC-Webalbum (und ja, ich erhalte ein paar Euro Provision, wenn Ihr es über diesen Link bestellt ;-) ).

Schritt 5 – Tourenstatistik

Die in früheren Schritten ermittelten Statistik-Werte trage ich nun in ATONIS ein, und lade die Daten mindestens 1 Mal im Monat in AlpenYetis Tourenportal hoch.

Schritt 6 – Gipfelgrafiken

Zur grafischen Veranschaulichung trage ich die entsprechenden Symbole in meine diversen Gipfelgrafiken ein.

Zum Einen gibt es ein “rotes Pünktchen” für die erstmalig besuchten Gipfel.

Alle besuchten Gipfel in Österreich

Alle besuchten Gipfel in Österreich

Zum Anderen wird die Gipfelgrafik nach meiner persönlichen Kategorieeinteilung im Landkartenausschnitt der entsprechenden Gebirgsgruppe eingezeichnet.

Alle bisher besuchten Gipfel in den Schladminger Tauern

Alle bisher besuchten Gipfel in den Schladminger Tauern

Und selbst, wenn man meint, bereits alle Gipfel in einem Gebiet zu kennen, ergeben sich fast bei jeder Bergwanderung wieder neue Ausblicke und Tourenziele, die ich mir gleich wieder vermerke.

Weitere Gipfelziele im Lungau

Weitere Gipfelziele im Lungau

Alle Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Am Beispiel der Schladminger Tauern fehlen mir ja nur mehr sehr wenige auf markierten Wanderwegen erreichbare Gipfel, ich konnte aber auch einen Blick auf den einen oder anderen nicht gekennzeichneten und steiglosen Berg erhaschen, der bei oberflächlicher Betrachtung eigentlich erreichbar sein müßte.

Rot eingekreist erkennt man übrigens das gestrige Wandergebiet.

Gestern sind mir da in erster Linie die markierten Wanderberge Gumma und Kreuzhöhe im Osten ins Auge gestochen. Ob ich mir allerdings das weiter nördlich liegende, sehr markante Kasereck zutrauen kann, wage ich noch zu bezweifeln (ist deshalb auch noch nicht als Gipfelziel eingezeichnet).

Ebenfalls markiert – und deshalb gelb eingezeichnet sind Karnereck und Kleines Gurpitscheck im äußersten Südwesten der Schladminger Tauern.

Diese beiden Gebirgeszüge werde ich wohl noch im Laufe dieses Sommers besuchen. Im Norden – über dem Lignitzsee – erkennt man den schwarz gekennzeichneten (weil nur unmarkiert erreichbaren) Graunock, mit dem ich mich auch noch näher beschäftigen möchte.

Und abgesehen von den Gipfeln gibt es in diesem äußerst lieblichen und reizvollen Gebiet nördlich von Mariapfarr auch noch zahlreiche weitere lohnende Alm- und See-Wanderungen – also noch genügend Wanderziele für die nächsten Jahrzehnte.

Zusammenfassend kann man sagen: Klingt nach viel Arbeit – ist es auch ;-) – aber es macht viel Freude.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tourenplanung – Wanderwetter

Mittwoch, 17. Juni 2009

Nachdem ich im letzten Beitrag beschrieben habe, wie ich die Hocheck-Tour am 18.06.2009 mittels digitaler Landkarten und GPS am Notebook geplant habe, möchte ich hier anschließend auch gleich meine Vorgangsweise bei der Informationseinholung bezüglich der zu erwartenden Wetterverhältnisse schildern.

Die Vorgangsweise unterscheidet sich dabei etwas zwischen “Sommer-Wanderungen” und “Winter-Touren” mit Schneeberührung, da das Lawinenrisiko im Sommer ja i.d.R. kein Thema ist. Dafür ist in den warmen Monaten verstärkt auf die Gewittergefahr zu achten.

Grundsätzlich gilt mein 1. Blick derzeit immer dem ORF-Bergwetter im Internet. Hier erhalte ich einmal einen Überblick über die allgemein in Österreichs Bergen zu erwartenden Wetterverhältnisse.

Für Donnerstag, den 18.06.2009 wird folgende Prognose abgegeben – Zitat:

Im Großteil des Berglandes scheint von früh bis spät die Sonne. Nur wenige Quellwolken bilden sich im Lauf des Tages und nur auf den Bergen Vorarlbergs und Tirols sind einzelne Regenschauer und Gewitter am Nachmittag nicht ganz ausgeschlossen. Meist bleibt es den ganzen Tag über trocken. Die Fernsicht ist ausgezeichnet.

Wind
im Hochgebirge lebhafter Westwind, sonst meist nur schwacher bis mäßiger Wind

Mittagstemperaturen
1500m: 17 bis 22 Grad
2000m: 14 bis 18 Grad, von O nach SW
3000m: 5 bis 8 Grad

Im 2. Schritt suche ich bei Bergfex, ob es in der Nähe meines Tourenzieles eine entsprechende Wetterstation gibt. Dabei sollte man von der Österreich-Karte auf das entsprechend Bundesland wechseln, da hier mehr Stationen angezeigt werden.

Für den Fanningberg bei Mariapfarr im Lungau – von meinem geplanten Tourengebiet um das Hocheck über dem Lignitztal maximal 10 Kilometer Luftlinie entfernt – gibt es dabei morgen folgende Prognose:

Die Sonne scheint fast den ganzen Tag, Wolken gibt’s am ehesten in der Mittagszeit.

Tageshöchsttemperatur: 17°C am Berg und 23°C im Tal
Tagestiefsttemperatur: 6°C am Berg und 7°C im Tal

(Für den Berg gilt dabei 2.100 Meter Höhe, für das Tal 1.500 Meter Höhe).

An 3. Stelle liegt dann in der Informationsbeschaffung die Nachschau bei Wetter.at, und dort wieder speziell beim Bergwetter, wobei die Berge allerdings sehr rar gesät sind.

Für die nächstverzeichnete Bergstation bei Obertauern, etwa 13 Kilometer Luftlinie weiter westwärts auf 1.740 Meter Höhe liegend, ist den ganzen Tag über wolkiges Wetter mit geringem Wind angesagt. Dabei sollen die Temperaturen am Vormittag zwischen 3 und 15 Grad und zu Mittag zwischen 15 und 18 Grad liegen.

Für den Talort Mariapfarr wird ebenfalls wolkiges Wetter vorausgesagt, allerdings mit bis zu 24° Celsius natürlich deutlich wärmer.

Zusammenfassung:

Aus diesen Daten erwarte ich mir folgendes Wetter:

Beim Start bei der Hinteren Lignitzalm in 1.565 Meter Höhe dürfte es mit nur wenigen Grad im Plusbereich noch ziemlich frisch sein (also lange Hose anziehen, vor allem auch wegen eventueller feuchter Pflanzen im unteren Bereich). Auch am Vormittag wird mich nur die eigene Bewegung erwärmen, weil ich auf der sonnenabgewandten Westseite unterwegs bin.

Wenn ich dann um die Mittagszeit auf den Grat komme, hängt alles vom Wind ab. Die Lufttemperatur in 2.600 Meter Höhe dürfte so um die 10 Grad liegen. Ist es windstill, gibt es also gute Wandertemperaturen. Pfeift aber der Wind über den Kammverlauf, könnte es schon recht unangenehm werden, also doch eine zusätzliche Fleecejacke mitnehmen.

Im Großen und Ganzen aber ist die Wettereinschätzung für morgen auf Grund der doch recht einheitlichen Vorhersagen der einzelnen Informationsdienste weitgehend einfach.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Wandertourenplanung mit digitaler Landkarte und GPS

Mittwoch, 17. Juni 2009

Da ich für meine morgige Bergwandertour (am 18.06.2009) wieder einmal eine Route etwas abseits der markierten und häufig begangenen Wanderwege vorhabe, möchte ich an Hand dieses ganz konkreten Beispieles die Verwendung von digitalen Landkarten und eines GPS-Gerätes zur Tourenvorbereitung und Planung erklären.

Zunächst kurz ein Wort über digitale Landkarten:

Ich habe derzeit folgende digitale Kartenwerke im Einsatz:

  1. AMap Fly 4.0
  2. Kompass – Bundesländerkarten (Steiermark, Salzburg, Oberösterreich)
  3. Alpenvereinskarten Digital 2007

Und dazu noch die Topo Österreich für mein Garmin etrex Vista C.

Welche Karte ist aber jetzt eigentlich die empfehlenswerteste ?

Darauf eine Antwort zu geben, fällt mir sehr schwer, obwohl die Alpenvereinskarten bei mir nur in Sonderfällen zum Einsatz kommen, weil sie noch immer sehr viele “weiße Flecken” in Österreich haben, und das gerade in jenen Gebirgsteilen, in denen ich besonders häufig unterwegs bin (z.B. das Kemetgebirge am östlichen Dachsteinplateau oder das Tennengebirge). Auch wenn die Karten zugegebenermaßen so manche blumenhafte Ortsbeschreibung beinhalten, die ich sonst in keiner Karte entdecken konnte.

Die AMap und die entsprechende Kompass-Karte verwende ich dagegen eigentlich so gut wie bei jeder größeren Tourenvorbereitung in unbekannten Gefielden.

Jede dieser beiden Karten bietet für mich Vorteile und Nachteile, wobei die grundsätzlichen Planungsarbeiten, wie Höhenprofile rausrechnen und Streckenlängen vermessen bzw. den Track am PC vorzeichnen und auf das GPS-Gerät übertragen mit jeder dieser Karten möglich ist.

Kompass-Karten:

Vorteile:

+) Von den 3-D-Möglichkeiten finde ich die Kompass-Karten schon sehr gut.
+) Auch die eingezeichneten Schitourenrouten nutze ich gerne.
+) Das Überspielen der am PC gezeichneten Tracks auf das GPS-Gerät funktioniert sehr einfach und tadellos.

Nachteile:

-) Allerdings ist die Genauigkeit der Bundesländerkarten entlang der Landesgrenzen teilweise wirklich haarsträubend mangelhaft und die Routenmessung komplett falsch.

Beispiel: Im Bereich der Landesgrenze Oberösterreich/Steiermark im Gebiet Türkenkarscharte – Graßeckalm – Zoderberg werden aus 480 Höhenmeter in der Realität bei der Kompass-Oberösterreichkarte mehr als 5.200 Höhenmeter (also eine wundersame Höhenmeter-Vermehrung um fast das 11-fache ).

-) Generell ist die Planung bundeslandübergreifender Routen nicht sehr einfach (mehrere Kartenwerke erforderlich). Es gibt aber auch eine Österreichkarte, zu der ich allerdings nichts sagen kann, es heißt nur, sie sei wohl nicht so detailliert.
-) Der Track-Manager birgt von der Bedienbarkeit her noch starkes Optimierungspotential.

AMap

Die AMap habe ich schon am längsten im Einsatz und sie ist eigentlich auch meine Nummer 1.

Vorteile:

+) Ganz Österreich auf einer Karte (wie bereits geschrieben gäbe es bei Kompass aber auch eine Österreich-Version).
+) Laut meinen Erfahrungen genauer und zuverlässiger.

Nachteile:

-) Die Trackübertragung direkt aus der Software auf das GPS-Gerät ist mir noch nicht gelungen, mit einem kostenlos erhältlichen Tool namens „Garfile“ ist das aber kein Problem. Außerdem soll es ein Update des Kartenviewers geben, mit dem die Übertragung einwandfrei funktioniert (muß ich mir aber erst anschauen).

Fazit:

Ich verwende beide Karten gerne, weil sie sich gut ergänzen - müßte ich mich aber entscheiden ?

Nein, ich will beide  - aber jetzt zur Planung:

Für meine nächste Wanderung habe ich mir das Hocheck in den südlichen Schladminger Tauern vorgenommen, ein unmarkierter Gipfel mit Gipfelkreuz, der laut Alpenvereinsführer “Niedere Tauern” (von Peter Holl) aber ohne nennenswerte Klettereinlagen erreichbar sein soll (maximal kurze Stellen mit Schwierigkeitsgrad I).

Buchlink zu Amazon: Niedere Tauern. Ein Führer für Täler, Hütten und Berge

Auf Grund dieser Beschreibung möchte ich mir eine interessante Rundtour zusammenstellen, wobei ich im Verlauf der Gratüberschreitung 4 Gipfel “mitzunehmen” plane:

  • Hocheck (2.638)
  • Leßhöhe (2.490)
  • Pollannock (2.280)
  • Gensgitsch (2.279)

Das Tourengebiet liegt südlich der Landesgrenze Steiermark – Salzburg, also schon im salzburgerischen Lungau, nördlich von Tamsweg und Mariapfarr. Anreisen werde ich über Obertauern am Radstädter Tauern.

Das Tourengebiet im Lungau / Salzburg

Das Tourengebiet im Lungau / Salzburg

Starten möchte im im Lignitztal bei der Hinteren Lignitzalm.

Startpunkt bei der Hinteren Lignitzalm

Startpunkt bei der Hinteren Lignitzalm

Zunächst noch einige hundert Meter taleinwärts, ehe ein in der Karte punktiert erkennbares Steiglein über die Westhänge Richtung Hocheck führt. Vom Gipfel geht es am Grat südwärts, bis man auf der Leßhöhe wieder auf einen markierten Weg stößt.

Die geplante Rundtour im Überblick:

Die gesamte Rundtour im Überblick

Die gesamte Rundtour im Überblick

Diese Wanderroute (im GPS-Jargon exakter: Track) lade ich nun auf das GPS-Gerät. Auch wenn letztendlich, sofern vorhanden, die Markierung bzw. abseits davon die Natur den richtigen Weg vorgeben wird, habe ich dennoch jetzt einmal eine grundsätzliche Orientierungshilfe.

Zusätzlich habe ich in unbekannten Gebieten ohnehin auch immer eine durch die Technik nicht ersetzbare Papier-Landkarte mit, da mir diese einfach einen viel besseren Überblick bieten kann.

Für diese Tour habe ich mich für die Freytag&Berndt-Karte WK202 (Radstädter Tauern – Katschberg – Lungau) entschieden, weil diese im Gegensatz zu der das Hocheck-Wandergebiet ebenfalls abdeckende Karte WK201 (Schladminger Tauern – Radstadt – Dachstein) auch das Anfahrtsgebiet über Mauterndorf und Mariapfarr enthält.

Das Höhenprofil sagt etwa 1.680 Höhenmeter und 15,6 Kilometer voraus, was bei den beschriebenen Schwierigkeiten im Aufstieg und am Grat für mich eine Gehzeit inkl. Pausen zwischen 10 und 12 Stunden erwarten läßt.

Das Höhenprofil der Wandertour Hocheck-Leßhöhe-Gensgitsch

Das Höhenprofil der Wandertour Hocheck-Leßhöhe-Gensgitsch

Das Tourengebiet selbst habe ich bei einer Gratwanderung am 12.08.2008 zwischen Hundstein und Zechnerkarspitze bereits einmal in Augenschein genommen.

Kammverlauf Hocheck, Leßscharte, Leßhöhe, Pollanock

Kammverlauf Hocheck, Leßscharte, Leßhöhe, Pollanock

Der Aufstieg, links der Bildmitte, sieht zwar sehr steil aus, ich freue mich aber schon. Lassen wir uns überraschen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Sämtliche Kartenausschnitte: Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304