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Die neue Form der Wilderei

Donnerstag, 17. September 2009

Er hetzt mit bartstoppeligem und schwarzgefärbtem Gesicht und rasendem Puls durch den Wald. Morsche, unter dem Gewicht seiner fliehenden Schritte zerbrechende Äste knacksen im Unterholz.

Er rennt keuchend einen steilen, unwegsamen Waldhang hinauf. Hinter ihm hört er schon die kläffenden Hunde näher kommen. Ihm ist so, als könne er bereits ihren heißen Atem spüren, der durch die gefletschten Zähne in die kühle Waldluft dringt.

Da – ein Bächlein, eigentlich nur ein besseres Rinnsal, durch die Regenfälle der letzten Tage aber etwas angewachsen. Er folgt dem schmalen Bachlauf über glitschige Steine und auf faulig riechendem, tiefgrünem, vollgesogenem Moos.

Die Hundemeute hinter ihm stockt. Die Spur des Wilderers – seine Spur – verliert sich im feuchten Dunkel des Waldes.

Er klettert noch eine etwa 5 Meter hohe Felswand empor. Das sollte ihm endgültig das Entkommen sichern. Dieses Mal.

Die Verfolger geben auf, können ihm im Dickicht fernab der geländefahrzeugerprobten Forststraßen nun nicht mehr folgen.

Er steigt verschwitzt und auch ein wenig entkräftet auf einem verborgenen, nur ihm und seinen gesinnungsgleichen Kameraden bekannten Steig hinab ins Tal. Die bislang umgehängte Beute versteckt er nun so gut es geht tief unten im Rucksack, obwohl er weiß, dass ihm das im Falle einer Kontrolle nicht helfen würde.

Sollten sie ihn entdecken – sie würden gnadenlos Jagd auf ihn machen und ihm alles wegnehmen.

Bevor er sich seinem Wohnhaus nähert, bringt er deshalb das Ergebnis der verbotenen – heute aber äußerst erfolgreichen – Jagd in ein geheimes Versteck.

Die schwarze Gesichtsfarbe – zur Tarnung angebracht – die seine dunklen Augen noch verwegener funkeln läßt, muß er sich an einem Bachlauf ebenso abwaschen, wie alle sonstigen verräterischen Spuren seines verbotenen Tuns entfernen.

Zu gefährlich sind etwaige Denunzianten im Dorf. Gefährlich auch für die Seinen und wohlgesinnte Mitwisser, seit so rigoros und gnadenlos gegen diese neue Form der Wilderei vorgegangen wird.

Zu Hause – in Sicherheit – erinnert er sich an frühere, an glücklichere Zeiten, als seine Art der Jagd noch anerkannt, beliebt und vor allem legal war.

Heute ist alles anders. In jüngeren Jahren hätte er nie geglaubt, dass auch er einmal von den “guten alten Zeiten” träumen würde. Seine Trophäen darf er nun nicht einmal mehr im Freundeskreis zeigen, geschweige denn sie gar öffentlich zu präsentieren, so wie er es dereinst so gerne tat.

Gewiß, er vermißt diese Zeit. Aber im Grunde ist er ohnehin nur immer für sich selbst auf die Jagd gegangen, nie zum Ruhm oder aus Angeberei, und schon gar nicht des schnöden Mammons wegen.

Vertieft in seine melancholischen Gedanken und zurückgezogen in die Erinnerung freudvollerer und vor allem freierer Tage, nimmt er das drohende und fordernde Klopfen und Hämmern an der Eingangstür nur mehr wie in Trance in weiter Entfernung wahr.

Sie haben ihn gefunden.

Er hat gewußt, dass es einmal so weit kommen wird.

In den Augenwinkeln erkennt er, wie sie polternd die letzten Stufen in den ersten Stock herauf stürmen und sein Refugium besetzen und all seine wertvollen Schätze und Trophäen beschlagnahmen, von den Wänden reissen und aus den Schubladen ziehen.

Sie – die Herren der österreichischen Bundesforste.

Er – der wanderbegeisterte Naturfotograf, dessen einziges Vergehen darin besteht, die Schönheit der Wälder und Berge auf Fotos abbilden zu wollen.

Um aber nicht in Gefahr einer Klage zu geraten, werde ich künftig meine Wanderungen ungefähr so dokumentieren:

Naturbild im neuen Stil

Naturbild im neuen Stil

Dass es für Hubschrauberlandungen und Durchfahrtsgenehmigungen Gebühren gibt, finde ich ja vollkommen in Ordnung. Aber bei den Ausnahmen fehlt mir irgendwie ein Hinweis auf meine Art von Foto und Film.

Nutze ich meine Bildwerke kommerziell, wenn ich Werbung schalte ?

Bei den Ausnahmen bin ich jedenfalls nicht dabei:

Ausnahmen von den Fototarifen

Ausnahmen von den Fototarifen

Der 1. April liegt schon lange zurück, für einen Faschingsscherz ist es noch zu früh.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Bald beginnt die Wanderzeit

Sonntag, 6. September 2009

Nehmen Sie bitte den Titel dieses Beitrages nicht allzu ernst.

Ich habe nur vor einigen Tagen schmunzeln müssen, als ich in einem Zeitungsartikel gelesen habe, dass nun bald wieder die Wanderzeit beginnen würde.

Da war ich heuer wohl wieder viel zu früh dran ;-) .

Vermutlich kommt der Autor oder die Autorin nicht allzu oft in die freie Natur und in die Berge.

Denn das Klischee, dass nur im Herbst gewandert wird, ist wohl ebenso überholt, wie das typische rot-weiß-karierte Bergsteigerhemd und die grüne Knickerbocker mit langen Stutzen (obwohl gegen diese Art des Wander-Gewandes ebenso wenig einzuwenden ist, wie gegen knallbunte Hochtechnologie-Bekleidung).

Und noch etwas, liebe Journalisten und Tourismus-Experten: Erklären Sie bitte nicht das Wandern zur “neuen Trendsportart“. Wandern ist weder “neu”, noch ein “Trend” und schon gar keine “Sportart”. Wäre es das, ich hätte wohl gar nie damit angefangen.

Ich verstehe ja, dass Sie angesichts der Erfordernisse, ständig mit neuen Besucherrekorden aufwarten zu müssen, verzweifelt jede noch so kleine Möglichkeit zur Umsatzsteigerung ausnutzen möchten, warum versuchen Sie also nicht, Ihren Lesern zu erklären, was die Faszination des Wanderns wirklich ausmachen kann.

  • Die Beschäftigung mit der geografischen Lage des Wanderzieles, der Kultur und seinen Bewohnern.
  • Berücksichtung und Einbeziehung des Wetters im Vorfeld bei der Planung.
  • Das bewußte und rücksichtsvolle Schreiten im Gelände, die Freude an der (langsamen) Bewegung.
  • Die Wahrnehmung der Natureindrücke mit allen Sinnen (die Geräusche, die Gerüche, den Ausblick, Wind und Sonne, etc.).
  • Die unermeßliche Schönheit unserer Heimat fernab steril getrimmter Parks und Gärten (Alpenblumen, Wälder, Pilze und Schwammerln, Wildtiere, “alles was da kreucht und fleucht”).
  • Die unterschiedlichen Lichtstimmungen im Tagesverlauf von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
  • Festhalten des Erlebten mittels Fotoapparat oder Videokamera.
  • Die Entschleunigung der Gedanken, fernab jeden unsinnigen Leistungsdenkens.
  • Je nach Tour das verbindende Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe oder die Einsamkeit in entlegenen Gebieten.
  • Unterwegs über Almen und zu Berghütten, auf Scharten und Gipfel, vorbei an Seen und Wasserfällen.

All diese Naturschönheiten gibt es das ganze Jahr über und je nach Jahreszeit werden Sie immer wieder neue faszinierende Erlebnisse haben.

Vielleicht probieren Sie ja einmal selbst das aus, worüber Sie schreiben. Es lohnt sich ;-) .

Nichts für ungut und Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Graunock und Landauersee

Donnerstag, 20. August 2009

Auch heute melde ich mich nur kurz aus dem “Urlaub” um schnell ein paar Zeilen über die letzten zwei Wandertouren zu verlieren.

Die Bergtour am 19.08.2009 führte die AlpenYetin und mich wieder in den Salzburger Lungau, wo wir uns mit dem Graunock einen selten begangenen, aber nichtsdestoweniger äußerst schönen Gipfel über dem Lignitzsee aussuchten.

Ebenfalls einen See und ebenfalls in den Schladminger Tauern – dieses Mal aber von Norden über das Rohrmooser Obertal – haben wir zur Entspannung als Tourenziel für den 20.08.2009 gewählt: Eine kleine Rundtour führte uns zunächst auf unmarkiertem Steiglein von der Lackneralm zum Landauersee. Am Rückweg kamen wir am markierten Wanderweg beim Knappenkreuz vorbei.

Details und Fotos zu allen Wandertouren gibt es selbstverständlich in den nächsten Tagen (Schlechtwetter vorausgesetzt ;-) ) an gewohnter Stelle im Tourenalbum.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Wanderungen im Tourenbuch

Mittwoch, 12. August 2009

Auf Grund mehrerer Anfragen habe ich das Tourenbuch jetzt wieder neu verlinkt.

Während es vorübergehend nur über einen zusätzlichen Zwischenschritt über den Menüpunkt Wanderziele erreichbar war, habe ich das Tourenbuch jetzt wieder direkt in das obenliegende Menü eingebunden.

Zusätzlich kann die Tourendatenbank auch über das entsprechende Bild auf der Hauptseite angewählt werden.

Mit dieser Verbesserung der Navigationsmöglichkeiten wird auch dem Surfverhalten von Dir / Ihnen Rechnung getragen, da das Tourenbuch nach der Startseite auf Rang 2 der am häufigsten besuchten und gelesenen Webseiten von www.wanderprofi.at  steht und damit zu den beliebtesten Inhalten gehört.

Aber diese Neu-Verlinkung stellt nicht die einzige Optimierung im Tourenbuch dar.

tourenbuch-suchkriterien-einfach

Unterhalb der bereits bisher vorhandenen Auswahlmöglichkeiten (Suchkriterien-Einfach), die eine Suche der Wandertouren nach Bundesland, Gebirgsgruppe, der Tourenkategorie (Wanderart) sowie nach beliebigen Suchbegriffen im Tourenziel erlaubte, wird jetzt auch die Statistik über die den Suchkriterien entsprechenden Wandertouren angezeigt.

 

  

 

 

 

 

Neben der Anzahl der gefundenen Datensätze werden hier nun auch die wichtigsten Tourendaten aufsummiert:

  • Kilometer
  • Höhenmeter (Aufstiegshöhenmeter)
  • Gehzeit in Stunden
  • Anzahl der Online gestellten Fotos

 

 

Zusätzlich gibt es jetzt weiter darunter erweiterte Suchmöglichkeiten.

Erweiterte Suchmöglichkeiten im Tourenbuch

Erweiterte Suchmöglichkeiten im Tourenbuch

Die neuen Auswahl-Kriterien wirken zusätzlich zu jenen der “Einfachen Suche” und können mit diesen beliebig kombiniert werden.

Falls Sie weitere Verbesserungsvorschläge und Wünsche für die einfachere Suche nach geeigneten Wandertouren, Wanderwegen und Wanderzielen haben, können Sie mich gerne unter meiner E-Mail-Adresse kontaktieren:

chrisu(at)susss.at

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian