Wanderportal-Umzug läuft auf Hochtouren

Wie bereits in einigen früheren Wanderblog-Beiträgen beschrieben, müssen “AlpenYetis Wanderseiten” auf Grund verschiedener Probleme wieder einmal übersiedeln.

Seit Freitag, den 09.04.2010, läuft nun dieser Umzug auf Hochtouren. Mehr als 70.000 Dateien (in Worten: Siebzig Tausend) haben mittlerweile schon ihr neues Heim bezogen, 10.000 bis 20.000 weitere werden in den nächsten Wochen noch folgen.

Dilemma mit Web-Hostern

Den Webspace bei meinem neuen Hoster habe ich nun gleich äußerst großzügig gewählt, um nicht so schnell wieder in die gleiche Problematik zu laufen, liegt doch meine letzte sehr zeit- und energieaufwändige Webspace-Umsiedelungs-Aktion noch kaum 2 Jahre zurück.

Zudem bietet der neue Provider All-Inkl nicht nur bereits jetzt schon den 10-fachen Webspace zum halben Preis im Vergleich zu meinem bisherigen Anbieter, es gibt dort auch noch immense zusätzliche Ausbaumöglichkeiten zu einem moderaten Preis, ohne dass ich vergeblich um Speicherplatzerweiterung betteln muß und dabei über 2 Monate lang kein Gehör finde.

Jetzt könnte man sich fragen, warum ich das alles nicht schon früher gemacht habe. Nun, zum einen war ich mit der technischen Leistungsqualität bei Qualitityhosting im Gegensatz zu meinem vorvorigen Hoster sehr zufrieden (die Antwortzeiten und die Servicequalität sind aber leider inakzetabel) und zum anderen – und das wiegt wesentlich schwerer – habe ich mich auf Grund meiner beruflichen Betätigung seit mittlerweile fast 20 Jahren Datenbank-Entwicklungswerkzeugen von Microsoft verschrieben und da lag es eigentlich nahe, für die Web-Entwicklung auch auf Microsoft-Technologien zu setzen. Anfangs ASP, später Umstieg auf ASP.NET.

ASP.NET oder PHP

Und wenn man erst einmal das gesamte Rahmenwerk einer Homepage mit einer Technologie gestartet hat, ist es nicht mehr so einfach auf eine andere Programmiersprache umzusteigen. Bei mir ist auf Grund der Ärgernisse nun aber die Entscheidung für diesen Schritt gefallen, auch wenn ich mir dadurch in den nächsten Wochen und Monaten viel unnötige - weil unproduktive – Arbeit und auch einiges an Freizeitstress auflade. Gilt es doch alle ASP.NET-Seiten in PHP umzuprogrammieren.

Falls jetzt zufällig ein Programmierer auf meine Wanderseiten gekommen ist und aus meiner Vorgangsweise den Schluß ziehen wollte, PHP sei besser als ASP.NET: Das würde ich definitiv nicht so sehen. Für den professionellen, beruflichen Einsatz würde ich jederzeit ASP.NET vorziehen. Von den Vorteilen eines MS-SQLServers gegenüber mySql als Datenbanksystem im Hintergrund ganz zu schweigen.

Für meine privaten Wanderseiten ist nun aber der Punkt gekommen, wo ich bei PHP mehr Vorteile sehe.

Eigene Programme oder CMS

Eine weitere Frage, die sich mir ebenfalls schon immer häufiger stellt: Soll ich weiterhin auf Eigenprogrammierung setzen oder wäre es bei meinem Datenumfang nicht an der Zeit, auf ein Content-Management-System (kurz CMS) zu wechseln.

Hier bin ich aber noch nicht so weit, auf die Flexibilität selbst gestrickter Programmlösungen verzichten zu wollen, wie wohl ich mich mittelfristig sicher eingehender mit Typo3 beschäftigen möchte. Joomla ist zwar wesentlich einfacher zu administrieren, aber wenn ich schon auf “Fertigware” setze, will ich doch gleich auf das mir am professionellsten erscheinende Werkzeug am Open-Source-Markt setzen, auch wenn die Einarbeitungszeit eine lange sein wird.

Temporäre Ausfälle und tote Links

So jetzt aber wieder zurück zu meinem Umzug. Es wird sich leider nicht vermeiden lassen, dass ich Euch in den nächsten Wochen mit dem einen oder anderen Ausfall oder “ins Nichts” führende Links belästigen werde.

Der Umstieg von ASP.NET auf PHP bringt nicht nur neue Regeln bei der Programmierung mit sich. Das Linux-Apache-Webserver-System ist im Gegensatz zum bisher verwendeteten auf Windows basierenden Internet-Information-Server in gewissen Punkten auch etwas heikler.

“Case Sensitivity” nennt sich eines der Problemfelder: Die exakte Unterscheidung zwischen Klein- und Großschreibung. War bisher die Tour auf den “hetzkogel” ident mit der Tour auf den “Hetzkogel”, so sind das künftig 2 komplett verschiedene Dinge (ja ich weiß – auch Computer können pedantische “Kleingeister” sein ;-) ). Das Bild DSC1234.jpg wird nicht mehr gefunden, wenn es am Dateisystem DSC1234.JPG heisst.

Die Konsequenz: Seiten, die sich früher problemlos aufrufen ließen, funktionieren jetzt halt einfach nicht mehr.

Natürlich müssen auch die ganzen “Datenbank-Geschichten”, wie man sie im Tourenbuch oder in der Gipfelliste finden kann, komplett neu entwickelt werden

Die neuen Seiten erhalten natürlich neue Datei-Erweiterungen. Statt asp oder aspx werden sie nun php heißen. Hier gilt es Obsorge zu tragen, dass die tausenden bei Google sehr gut gelisteten Seiten auch weiterhin auf den ersten Plätzen der Suchergebnisse bleiben.

Und da lauert auch schon die nächste Gefahr, der man entgegen wirken muß. In der Übergangszeit sind dieselben Inhalte auf 2 verschiedenen Domains erreichbar. Für Google handelt es sich dabei aber um “Duplicate Content”. Im schlimmsten Fall könnte ich ohne entsprechende Vorkehrungen damit aber gänzlich von Google verbannt werden, das heißt, ich würde fast 70 % meiner Besucher verlieren.

Das würde meine Sponsoren nicht freuen und sich natürlich auch auf meinen eBook-Absatz massiv auswirken.

Wenn ich mir das Ganze, was ich da schreibe, näher ansehe, könnte ich mir den Umzug fast noch einmal überlegen ;-)

OK: Einmal mache ich es noch.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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3 Kommentare zu „Wanderportal-Umzug läuft auf Hochtouren“

  1. Mike sagt:

    Hi Chrisu,

    jetzt stell dir vor, du hättest noch den stressigen LH-Job – wann würdest du das alles machen ;-)

    Viel Glück bei der Sache!
    lG
    Mike

  2. Alex sagt:

    Hi ChriSu,

    ja … da liegt noch viel Arbeit vor dir.
    Bin schon auf das Ergebnis gespannt – viel Erfolg.

    @Mike
    deshalb haben wir gewechselt ;)

    LG Alex

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