Archiv für Dezember 2009

Schneeschuhtour Bürgerbergalm – Roßbrand

Montag, 21. Dezember 2009

Mittags-Höchsttemperaturen um die -20° in 2.000 Meter Höhe und dazu noch prognostizierter lebhafter bis stürmischer Wind verlangen schon etwas Überwindung, wenn man zunächst das kuschelige Bett und nach dem Genuß eines herrlichen Frühstückes das wohlig-warme Wohnzimmer verlassen soll, um in die geliebte Natur und auf die Berge zu wandern.

Der “innere Schweinehund” hatte aber an diesem 4. Adventsonntag, dem 20.12.2009 keine Chance – zu verlockend lachte die Sonne durch das Fenster, zu schön leuchteten die frisch eingeschneiten Gipfel.

Wir zollten der frostigen Eiseskälte nur dahingehend Respekt, als wir uns für unseren Aufbruch gemütlich Zeit ließen. Natürlich war dann auch keine große Tagestour mehr möglich.

Als Tourenziel hatten wir uns deshalb einen moderaten Gipfel mit Gipfelkreuz ausgesucht, der nahezu bis ganz nach oben bewaldet ist, so dass uns der Wind nicht allzu viel anhaben sollte. Durch die südliche Ausrichtung hofften wir auch an diversen Lichtungen in den Genuß der wärmenden Sonne zu gelangen.

Über die Ennstal Straße B320 fuhren wir westwärts bis Radstadt, wo wir über die Bürgerbergalm auf den Roßbrand aufsteigen wollten.

Das Tourengebiet nördlich von Radstadt

Das Tourengebiet nördlich von Radstadt

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Beim Parkplatz beim Sportzentrum starteten wir unsere Schneeschuhwanderung, im Tal zunächst natürlich noch ohne Schneeschuhe. Auf den ersten Metern begleitet von uralten Schlagern, die bereits zu unserer Jugendzeit Staub angesetzt hatten (und das will schon etwas heißen), und die den Besuchern des Eislaufplatzes bei Mittagstemperaturen um die -11 Grad Celsius wohl etwas einheizen sollten.

Wir folgten zunächst der gut “gesandelten” Straße, deren Steigung mit bis zu 19 Prozent angegeben war, später dem Winterwanderweg über eine Forststraße, diese aber bald verlassend und schließlich entlang dem Sommerweg durch den Wald bis zur Bürgerbergalm, wo in dezenter Lautstärke Alpenjodler aus den Räumlichkeiten vernehmbar waren.

Aufstieg zur Bürgerbergalm (1.172)

Aufstieg zur Bürgerbergalm (1.172)

Ein “Rodelstall” bietet massenhaft “Kufengeräte” zum Verleih.

Die Schneehöhe nahm jetzt rasch zu, im dichten Wald zwar weniger, auf den Lichtungen dafür aber umso mehr. Dennoch verzichteten wir vorerst noch auf das Anlegen der Schneeschuhe, da der Weg Richtung Roßbrand von Fußgängern bereits gut gespurt war.

Durch dichteren Wald und über schneebedeckte Lichtungen

Durch dichteren Wald und über schneebedeckte Lichtungen

Vom Wind war vorerst noch gar nichts zu spüren, und die Sonne “heizte” uns auf den sonnenbestrahlten Lichtungen gut ein, so dass man die Wandertemperaturen bei entsprechender Bekleidung durchaus als angenehm bezeichnen konnte.

Oberhalb von etwa 1.600 – dort wo der Wald allmählich lichter wird – gab es schon beachtliche Schneemengen. Tiefe Spuren-Gräben der Wanderer vor uns erlaubten uns aber immer noch, auf die Schneeschuhe zu verzichten. Teilweise waren die Rinnen mehr als 40 bis 50 cm tief. Auch auf erste Schispuren sind wir jetzt getroffen.

Spuren im tiefen Pulverschnee

Spuren im tiefen Pulverschnee

Am weitgehend baumfreien Plateau dreht der Weg nun nach Osten und bald haben wir die Radstädter Hütte am Roßbrand (1.770) erreicht.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz

Der Ausblick war äußerst imposant, allerdings war der eisige Wind hier auf fast 1.800 Meter Höhe nun aber doch sehr unangenehm merkbar. Sofort haben wir alle Kleidungsstücke angelegt, die uns auch über die frostigsten Wandertage hinweghelfen.

5 Schichten im Zwiebelprinzip waren es schließlich, dazu 3 Kopfbedecktungen und die warmen Handschuhe. Und trotz allem konnten wir den phantastischen Ausblick auf den Gosaukamm mit der Bischofsmütze im Zentrum sowie auf die höchsten Dachsteingipfel nicht richtig genießen.

Auch das Fotografieren ohne Handschuhe war mehr schmerzhaft als Vergnügen. Nur gut, dass man zu Hause beim Anschauen der schönen Fotos – denn herrlich war die Szenerie allemal – von den Strapazen nichts mitbekommt.

Beim Abstieg folgten wir nun einigen Schneeschuhspuren Richtung Sendeturm nach Osten.

Auf Schneeschuhspuren Richtung Sendeturm

Auf Schneeschuhspuren Richtung Sendeturm

Über Schläge und teilweise etwas “unorganisiert” durch steileren Wald erreichten wir eine Straße bzw. einen markierten Wanderweg, die uns wieder zurück nach Radstadt brachten – mittlerweile durch Weihnachstbeleuchtung geschmückt.

Am Eislaufplatz liefen noch immer die “alten Hodern”.

Weitere Links zur Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch
Weitere Tourenfotos im Tourenalbum

 Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuhe: Kommt es auf die Größe an ?

Samstag, 19. Dezember 2009

Mein Blog-Beitrag über den Schneeschuhtest Tubbs Flex Alp und TSL 325 Explore Easy hat einige Fragen ausgelöst, die weniger mit den gestesteten und miteinander verglichenen Schneeschuhmodellen an sich zu tun haben, sondern sich überwiegend auf meine generellen Schneeschuh-Kauftipps (bzw. meinen einer Kaufempfehlung vorangehenden Fragen) beziehen.

Zum Einen plane ich deshalb in den nächsten Tagen (oder Wochen – je nach Wetter ;-) ) noch einmal einen gesonderten Artikel zum Thema “Fragen zum Schneeschuhkauf”, zum Anderen möchte ich auf eine besondere Frage bereits heute vorab etwas näher eingehen:

Kommt es auf die Größe an?

Eine vieldiskutierte Frage, schon lange bevor es Schneeschuhe gab :-) .

Viele Schneeschuhmodelle – meist die Plastikmodelle – werden ohnehin nur in einer Einheitsgröße angeboten, da erübrigt sich die Frage, welche Größe / Länge soll ich wählen, von ganz alleine.

Was aber tun, wenn die Schneeschuhe in verschiedenen Längen erhältlich sind? 

Weniger versierte Verkäufer werden nach dem Körpergewicht fragen und noch 10 bis 15 Kilogramm für die Ausrüstung draufschlagen. Da  bei den Schneeschuhmodellen pro Länge auch grob die empfohlenen Gewichtsangaben mitgeliefert werden, scheint die Frage geklärt.

Mitnichten! So einfach würde ich mir die Beratung nicht machen.

Natürlich spielt auch die Körpergröße eine Rolle, aber nicht nur diese.

Obwohl eher den “Kurzbeinern” zuzuordnen, mache ich – vermutlich kraftbedingt (oder aus Faulheit ;-) ) - verhältnismäßig lange Schritte. Also ist auch die Schrittlänge ein Faktor, den es zu berücksichtigen gilt.

Und natürlich gilt es auch hier das geplante Einsatzgebiet sowie die vermutlich überwiegend zu erwartenden Schneeverhältnisse in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Je häufiger hoher, lockerer Pulverschnee, desto eher das größere Modell.
Je eher im steileren Gelände oder im dichten Wald, desto vorteilhafter das kleinere Modell.

Im Zweifelsfall rate ich zur mittleren (falls verfügbar) oder kleineren Größe irgendwo um die 24″ oder 25″ (entspricht ca. 68 cm).

Schneeschuhe über 25″ würde ich auch größeren und schwereren Personen (bis 90 kg Gewicht) nicht empfehlen. Die Tage mit Neuschneemengen jenseits der 70 cm Einsinktiefe, wo dieses Länge wirklich sinnvolle Vorteile bieten würde, kann man in jedem Winter an einer Hand abzählen. Dafür muß man aber auf allen anderen Touren Abstriche bei Gehkomfort, Wendigkeit und Sicherheit im steileren Gelände machen. Das wäre es mir nicht wert. Dann schon lieber ein Spezial-Tiefschneemodell aus traditionellem Holzrahmen mit 100 bis 150 cm Länge ausschließlich für diese speziellen Schneeverhältnisse.

Ab 40 bis 50 Prozent aller Touren mit nennenswerten Neuschneemengen (20 cm aufwärts) oder auch Bruchharsch würde ich zum 25“ tendieren. Je seltener solche Schneeverhältnisse vorzufinden sind und ich auf härterer Unterlage wandere, desto eher könnte bei “Durchschnittsanatomie” eventuell auch eine kleinere Länge in Betracht gezogen werden.

Da sich der “normale” Schneeschuhwanderer aber kaum ein gutes Dutzend Schneeschuh-Modelle zulegen wird (wie es ein gewisser AlpenYeti in seinem nicht mehr ganz so jugendlichem Leichtsinn tut), lasse ich mich zu folgender Aussage verleiten:

Insgesamt scheint mir eine Länge um 25“ am sinnvollsten.

Zu beachten gilt es übrigens auch, dass mittlerweile einige Hersteller nunmehr zwischen Herren- und Damen-Modellen unterscheiden, wobei  die letztere Art sich meist durch eine etwas geringere Breite und etwas weniger Gewicht und eventuell auch eine schmalere Bindung definiert.

Bei der Bewertung des Tubbs Mountaineer habe ich selbst überlegt, ob ein Damenmodell für mich nicht doch geeigneter gewesen wäre, nachdem ich auf den ersten Touren bei sehr kalten Temperaturen im starren Bindungskorb zu wenig Halt gefunden habe.

Bei all diesen Überlegungen sollte man aber nie vergessen, dass es sich hier ja “nur” um einen nicht lebenswichtigen Freizeitartikel handelt.

Daher mein üblicher Ratschlag:

  1. Wenn möglich – Leihmodell organisieren und selbst ausprobieren.
  2. Nicht verrückt machen lassen durch die vielen verschiedenen Meinungen (im Normaleinsatz wird man ohnehin kaum Unterschiede merken, bei Wanderungen im exponierten Gelände sowie bei ausgeprägten Ganztagestouren jenseits der 6 bis 7 Stunden aber sehr wohl).

Mein Abschlußstatement:

Ob es auf die Größe ankommt, kann man zwar leidenschaftlich diskutieren. Aber mit guter Technik macht man vieles wett. Auch bei Schneeschuhen.

Und im Zweifelsfall gilt immer noch der Rat, den mir mein Großvater jenseits des 90. Lebensjahres auf die Frage nach dem Geheimnis seiner Gesundheit mitgegeben hat: Man entscheidet sich einfach für den “goldenen Mittelweg“.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuharten: Versuch einer Einteilung

Sonntag, 13. Dezember 2009

Dem aufmerksamen Leser wird es sicherlich nicht entgangen sein, dass ich mich in letzter Zeit wieder intensiver mit dem Thema “Schneeschuhwandern” beschäftige.

Da das Wetter derzeit leider nicht unbedingt ins Freie lockt (naja, vor einigen Jahren hätte ich mich von ein paar Schneeschauern sicher nicht vom “Outdoorerlebnis” abhalten lassen – aber derzeit zwickt mein Rücken wieder etwas stärker) muß ich es vorerst bei “etwas Theorie” belassen.

In der neuen, noch gar nicht so richtig begonnenen Winter-Saison 2009/2010 habe ich immerhin bis jetzt schon acht Schneeschuhtouren absolviert (u.a. einige ganz großartige wie auf den Kleinmölbing oder auf die Eiskarlschneid und Raucheck) und gerade jüngst 2 neue Schneeschuhmodelle getestet und so kam ich auf die Idee, eine kleine lose Artikel-Serie zum Thema Schneeschuhwandern zu starten.

Am Beginn dieser Serie möchte ich den Versuch einer grundsätzlichen Einteilung in verschiedene Schneeschuhtypen machen.

Wie immer seid Ihr herzlich eingeladen an diesen Beiträgen in Kommentaren mit zu diskutieren.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuhe im Vergleichstest: Tubbs Flex Alp gegen TSL 325 Explore Easy

Sonntag, 13. Dezember 2009

Ich werde immer wieder um Tipps und Rat gebeten, wenn es um den Kauf von Schneeschuhen geht. Im Winter naturgemäß häufiger als im Sommer. Und am öftesten vor Weihnachten – also gerade jetzt wieder einmal.

Ich antworte dann gerne mit einer Reihe von Gegenfragen, die den Ratsuchenden zunächst meist etwas verwirren oder gar überfordern, wie beispielsweise:

  • In welchem Gelände möchtest Du überwiegend wandern: Eher im Wald, Flach- und Hügelland oder eher in (hoch)alpiner Umgebung.
  • Bei welchen Schnee- und Wetterverhältnissen wirst Du wandern: Bist Du “Schönwetter-Wanderer” bei Pulverschnee oder sind diese Punkte für Deine Freizeitplanungen völlig nebensächlich.
  • Wie häufig wirst Du pro Wintersaison voraussichtlich unterwegs sein.
  • Wie lange werden Deine durchschnittlichen Schneeschuhtouren dauern (wenige Stunden bis mehrtägige Expeditionen).
  • Wie steht es um Deine Kondition: Bist Du eher ein Winter-Spaziergänger oder ein kraftstrotzender Sportler.
  • Wirst Du eher in Talnähe unterwegs sein oder werden Dich Deine Wanderungen auch weitab jeglicher Zivilisation bringen.
  • Hast Du womöglich ganz spezielle Einsatzzwecke im Auge (z.B. nur für den Aufstieg mit anschließender Abfahrt auf dem Snowboard).
  • Für welche Körpergröße und welches Gewicht sind die Schneeschuhe gedacht (nackt ;-) und mit voller Ausrüstung, die im Winter auf längeren Wanderungen schon einmal leicht 15 bis 20 Kilogramm erreichen kann).
  • Eigentlich erst ganz zum Schluß stellt sich dann schließlich auch noch die Frage nach der geplanten oder maximal möglichen Preishöhe.

Und frühestens erst dann, wenn man die Antworten auf diese Fragen und Mindest-Anforderungen kennt, kann man versuchen, einen halbwegs vernünftigen und seriösen Kauftipp für die Schneeschuh-Neuerwerbung zu geben bzw. sich zumindest einmal auf den empfehlenswertesten Schneeschuhtyp festzulegen (Aluminiumrahmen-Modell, Plastik-Modell, Holz-Modell).

Aber damit die Entscheidung nicht leichter wird, gilt es auch schon die nächsten Fragen zu klären:

Welche Schneeschuh-Marken sind am – in letzter Zeit schon recht unübersichtlich gewordenen – Markt überhaupt verfügbar.

Jetzt bietet aber jede Marke auch noch unterschiedlichste Schneeschuh-Modelle an. Welche sind empfehlenswert, welche sollte man tunlichst meiden.

Welche Möglichkeiten bieten sich dem Schneeschuh-Einsteiger überhaupt, sich all diese Fragen von unbefangenen Ratgebern beantworten zu lassen..

Galt man um die Jahrtausendwende noch als völliger Exot und Außenseiter, wenn man in einem Sportgeschäft nach Schneeschuhen fragte, ist jetzt, wie bereits erwähnt, das Angebot zwar sehr groß, bei Gesprächen mit vielen Verkäufern mußte ich aber die Erfahrung machen, dass deren Kenntnisstand mit dem Angebot noch nicht überall Schritt halten kann.

Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass Schneeschuhe eher als “Lückenfüller” in die Regale gestellt werden, und weil es halt die Konkurrenz auch so tut. Sie stehen aber ganz klar im Schatten der Tourenschi-Industrie, und das, obwohl Schneeschuh-Topmodelle preismäßig (leider) durchaus mit ihren “langen Verwandten” mithalten können.

Das nächste Problem bei der “Fachberatung” scheint mir zu sein, dass pro Sportunternehmen / Geschäft eben nur eine oder wenige Modelle im Sortiment geführt werden, und natürlich genau diese nach Meinung des Beraters die “absolut unübertroffenen Spitzenprodukte” darstellen.

Auch in Internet-Foren kann man sehr ausführlich die verschiedensten Erfahrungsberichte über Schneeschuhe lesen. Zum Einen dürfte es aber so sein, dass solche Berichte “gesteuert” werden (von Marketingspezialisten der Hersteller oder von Verkäufern, die fürchten, auf ihren Produkten sitzen zu bleiben).

Oder aber – das fällt zumindest mir sehr häufig auf – in einer Mischung aus gutgemeinter Hilfestellung und persönlichem Stolz werden Modelle empfohlen, mit denen der Schreiber “sehr zufrieden” ist. Hinterfragt man diese Meinung, stellt sich nicht selten heraus, dass der “Marken-Verteidiger” eigentlich gar keine anderen Modelle kennt, oder diese bei weitem nicht ausreichend selbst getestet hat.

Und schließlich scheint es auch so zu sein, dass eben Menschen mit unterschiedlicher Anatomie auch unterschiedliche Gehgewohnheiten und -Vorlieben haben. Deshalb würde ich mir nie erlauben, dieses oder jenes Modell als das alleinige Allheilmittel aller Schneeschuhfragen hochzujubeln.

Wie teste ich die Schneeschuhe:

Sämtliche meiner mittlerweile 10 Schneeschuh-Modelle befinden sich in meinem persönlichen Eigentum, weil ich vor einem endgültigen Urteil jedes Exemplar wirklich ausführlich und intensiv auf meinen teilweise mehr als 12 Stunden dauernden, ausgeprägten Tageswanderungen testen möchte. Und das mindestens 5 bis 10 Mal bei verschiedensten Schnee-, Wetter- und Temperaturverhältnissen und bei verschiedensten Geländeformen.

Besonders aufschlußreich sind dabei meine “Schuh gegen Schuh”-Vergleichstests, bei denen ich jeweils ein verschiedenes Modell gleichzeitig auf je einem Fuß trage. Dabei erhält man häufig sehr interessante, aufschlußreiche und nicht selten auch sehr überraschende Aussagen.

Ich fühle mich keinem Hersteller verpflichtet, ich fühle mich keinen Marken verpflichtet. 

Vier Anfragen für Werbung mußte ich bereits absagen, weil ich mich entweder mit den Produkten, der Postionierung des Unternehmens oder den verlangten “bezahlten Berichten” nicht einverstanden erklären konnte. Sorry.

Bei jedem Test stelle ich mir vordergründig die Frage:
“Könnte ich heute dieses Modell einem guten Freund ruhigen Gewissens empfehlen”

Warum ich das alles so besonders betone? Gelegentlich erhalte ich Zuschriften (für die ich ehrlich sehr dankbar bin), die mir “unberechtigte Kritik” oder “Nicht-Nachvollziehen-Können meiner Bewertung” vorwerfen.

Auch beim heutigen Schneeschuh-Testergebnis Tubbs Flex Alp gegen TSL 325 Explore Easy könnte es durchaus wieder so sein.

Überraschungen beim Test TSL 325 Explore Easy gegen Tubbs Flex Alp

Überraschung beim Test TSL 325 Explore Easy gegen Tubbs Flex Alp

Deshalb möchte ich noch einmal betonen:

  1. Ich bin kein “Wunderwuzzi”, der die Wahrheit für sich gepachtet hat, aber die Testergebnisse entsprechen meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen zum Testzeitpunkt sowie meinen eigenen Vergleichsmöglichkeiten aus all meinen Schneeschuhmodellen.
  2. Bei jedem Modell können sich im Nachhinein neue Erkenntnisse und damit ein aktualisiertes Test-Resultat ergeben.
  3. Mir liegt nichts darin, nur Negatives zu finden, ich versuche auch immer, positive Punkte herauszustreichen und den idealen Einsatzzweck zu ermitteln.
  4. Und zu guter Letzt sei erwähnt, dass die Bewertung immer auf einem sehr hohen Niveau erfolgt. Das heißt, Unterschiede sind für den Gelegenheitswanderer häufig gar nicht erkennbar, sondern sind erst beim Einsatz im Grenzbereich bemerkbar (z.B. ausgesetzte Steilhangquerungen auf Hartschnee). Deshalb sollte man sich von all den vielen Meinungen und Berichten nicht verrückt machen lassen ;-) ).

Ich bin für andere Meinungen und Kritik wirklich dankbar, weil ich daraus lernen kann. Aber noch einmal sei es betont, für mich steht immer folgende Frage im Vordergrund:

“Könnte ich heute dieses Modell einem guten Freund ruhigen Gewissens empfehlen”

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Testbericht Tubbs Flex Alp gegen TSL 325 Explore Easy

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian