Archiv für November 2009

Über den Säbelboden auf den Kammspitz

Montag, 23. November 2009

Als Gröbminger hat man es leicht – oder auch nicht – eine Antwort auf die Frage zu geben, auf welchen Berg man an einem Sonntag im Spätherbst wandern soll, wenn man einerseits lange ausschlafen möchte und nicht mehr als eine Halbtageswanderung unternehmen will, aber andererseits dennoch einen herrlichen Aussichtsgipfel erklimmen möchte.

Die Gröbminger haben es deshalb leicht, weil sie gleich von drei Hausbergen umgeben werden, die sich allesamt in wenigen Stunden ersteigen lassen und sie haben es deshalb nicht leicht, weil die Entscheidung für den einen oder anderen Gipfel mitunter schwierig werden kann.

Während der niedrigste der drei Gipfel, der lediglich 1.279 Meter hohe Freienstein durchaus einige ausgesetzte und mittels Drahtseilen gesicherte Felsstellen aufzuweisen hat, die dem weniger geübten Wanderer schon einmal den (Angst-)Schweiß auf die Stirn treiben kann, ist der bis über 1.800 Meter mit dem Auto befahrbare Stoderzinken (2.048) ein beliebtes Familienwanderziel mit herausragendem Ausblick über das Ennstal und in die Niederen Tauern sowie über das waldreiche Kemetgebirge bis zu den höchsten Dachsteingipfeln.

Nur wenige Schneefelder am Weg zum Kammspitz-Gipfel

Nur wenige Schneefelder am Weg zum Kammspitz-Gipfel

Der heimliche König der Gröbminger Hausberge ist aber der dem schwindelfreien Bergsteiger vorbehaltene Kammspitz (2.139), dessen steile aber weitgehend nicht allzu schwierige Anstiegsroute über die Südseite schließlich in einer kurzen fast senkrechten Felsstufe gipfelt.

Zum Schluß wird's steil und felsig

Zum Schluß wird's steil und felsig

Dass der aus dem Gröbminger Ortszentrum so schroff und abweisend wirkende Felsblock dennoch so viele Wanderer anzulocken vermag, verdankt er seinen Drahtseilen und den vielen Eisenbügeln, die den Aufstieg im letzten Felskamin entschärfen und auch für den Durchschnittswanderer zugänglich machen.

Mit Hilfe der Eisenbügel auf den Gipfel

Mit Hilfe der Eisenbügel auf den Gipfel

Bei der Anfahrt über Hofmanning ließen die vielen beim Ausgangspunkt zum Direktanstieg abgestellten Autos keinen Zweifel daran, dass wir heute am Gipfel nicht alleine sein würden. Durch unseren späten Aufbruch hielt sich der Rummel aber in Grenzen, der Großteil der Wanderer dürfte da schon wieder am Weg zurück ins Tal gewesen sein.

Da wir die Route über den Säbelboden wählten, sind wir in Summe kaum 10 Wanderern (die meisten Bekannte aus Gröbming) begegnet.

Im Gegensatz zu meiner Schneeschuhtour auf den Großen Knallstein am Vortag wehte heute in größeren Höhen die meiste Zeit unangenehmer Wind, was das Wandervergnügen aber nicht viel schmälern konnte.

Weitere Touren auf den Kammspitz:

Wanderrunde über die drei Gröbminger Hausberge: Kammspitz – Stoderzinken – Freienstein
Kammspitz Süd-Nord-Überschreitung
Wandertour im Dezember auf den Kammspitz
Im Spätherbst am Kammspitz
Kammspitz und Zirmel
Schlechtwetter am Kammspitz
Im Frühling am Kammspitz
Schneeschuhtour-Versuch auf den Kammspitz
Kamm-Überschreitung im August

Weitere Informationen zu dieser Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch

Alle Tourenfotos im Tourenalbum

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuhtour Klafterseen – Grosser Knallstein

Sonntag, 22. November 2009

Bei den heurigen spätherbstlichen Schneeverhältnissen in den Bergen ist es nicht unbedingt einfach, sich für eine bestimmte Tourenart zu entscheiden. Schitouren sind derzeit noch kaum ein Thema und bei anspruchsvolleren Felsrouten gilt es die Hangausrichtung ganz besonders zu beachten, da in den Schattseiten doch gefährliche Schneefelder liegen können.

Für meine Lieblingstouren – ausgedehnte und “tagesausnutzende Wander-Expeditionen” bieten sich derzeit vor allem Schneeschuhe an. Und bei Schneeschuhtouren spielt auch die Schneegrenze und die Schneehöhe nicht unbedingt eine so große Rolle, da man die Schneeschuhe bei aperen Verhältnissen sehr einfach am Rucksack verstauen kann.

Die Entscheidung für die Tourenart war also gefallen: Eine Schneeschuhtour sollte es heute am Samstag, den 21.11.2009 bei hervorragenden Wetterverhältnissen werden.

Als Tourengebiet hatte ich mir die nördlichen Schladminger Tauern auserwählt. Und zwar wollte ich im hinteren Großsölktal in der kleinen Ortschaft St. Nikolai im Sölktal starten und auf den Großen Knallstein aufsteigen.

Die Lage des Großen Knallstein in Österreich

Die Lage des Großen Knallstein in Österreich

Das Tourengebiet westlich von St. Nikolai im Sölktal

Das Tourengebiet westlich von St. Nikolai im Sölktal

Der Routenverlauf über Kaltherberghütte und Klafterseen zum Gipfel

Der Routenverlauf über Kaltherberghütte und Klafterseen zum Gipfel

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Mit dem Großen Knallstein war das Tourenziel insofern gut gewählt, als das Gelände durch seine ostseitige Ausrichtung beim Aufstieg überwiegend in der wärmenden Sonne lag.

Der unterste Wegabschnitt war großteils aper. Erste nennenswerte Schneefelder gab es im Bereich der Kaltherberghütte (1.608). Die Schneeschuhe angelegt habe ich aber erst nach der nächsten Geländesteilstufe beim Unteren Klaftersee (1.884).

Beim Unteren Klaftersee mit Blick auf den Gr. Knallstein

Beim Unteren Klaftersee mit Blick auf den Gr. Knallstein

Zunächst habe ich noch versucht, einer einsamen, gefrorenen Fußspur im Schnee zu folgen, die Schrittlänge des Wanderers, der die Route nur im Abstieg beschritt, war mir aber für den Aufstieg zu groß, und da ich bei jedem dritten oder vierten Schritt im Harschdeckel einbrach, griff ich auf die Unterstützung meiner MSR Denali Evo Ascent zurück – meine bevorzugten Schneeschuhe auf steileren Hängen, die sich in meinen bisherigen Schneeschuh-Vergleichstests als Alpinsieger behaupten konnten.

Die letzten etwa 340 Höhenmeter legte ich über den abgeblasenen und weitgehend aperen Südostrücken am Wandersteig bzw. über trockene, braune Grasbüschel und Blockgestein wieder auf Bergschuhen zurück. Wer jetzt nachgerechnet hat, wird feststellen, dass das Schneeschuhgelände nicht allzu viele Höhenmeter aufwies. Aber vor allem im Abstieg war ich mit ihrer Unterstützung ungleich schneller.

Über den aperen Südostrücken auf den Vorgipfel

Über den aperen Südostrücken auf den Vorgipfel

Die Fernsicht war etwas getrübt, das Wetter aber vom Feinsten, zudem wehte kaum Wind. Beim Abstieg  wanderte ich auf Grund der vorgerückten Stunde dann überwiegend im um diese Jahreszeit bereits früh hereinbrechenden Schatten.

Im Umfeld der Kaltherberghütte hat ein Jäger mit seinen krachenden Schüssen die stille Idylle des Waldes kurzzeitig unterbrochen und wohl auch mindestens einem Tier das Leben genommen.

Der Große Knallstein ist mit 2.599 Meter Höhe zwar einer der höchsten Wandergipfel der nördlichen Schladminger Tauern, kann vom konditionsstarken Wanderer aber relativ unschwierig erreicht werden.

Weitere Touren auf den Großen Knallstein:

Wandertour im Sommer: Über die Kaltherbergalm auf den Großen Knallstein

Gratwanderung im Herbst: Über Mittereck und Seekarlspitz auf den Großen Knallstein

Touren auf Nachbargipfel:

Wandertour auf Karlspitz und Kleinen Knallstein

Schneeschuhtour auf den Schönwetter - diese Tour soll aber wegen des “Wintereinstandsgebietes für Gemsen” nicht mehr nachvollzogen werden !

Weitere Informationen zu dieser Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch

Alle Tourenfotos im Tourenalbum

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuhtour Guttenberghaus – Eselstein

Sonntag, 15. November 2009

Nachdem mich das Guttenberghaus in letzter Zeit einige Male besonders verlockend angelächelt hatte – u.a. auch bei der Anfahrt zu unserer Schneeschuhtour auf die Eiskarlschneid und das Raucheck eine Woche zuvor, war für den heutigen Samstag (14.11.2009) rasch ein Schneeschuh-Tourenziel gefunden.

Das Guttenberghaus zwischen Eselstein und Sinabell

Das Guttenberghaus zwischen Eselstein und Sinabell

Die Lage des Eselstein in Österreich

Die Lage des Eselstein in Österreich

Das Tourengebiet nördlich von Ramsau am Dachstein

Das Tourengebiet nördlich von Ramsau am Dachstein

Der Routenverlauf über das Guttenberghaus auf den Eselstein

Der Routenverlauf über das Guttenberghaus auf den Eselstein

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Am Morgen bzw. frühen Vormittag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Die Gipfel von Eselstein und Sinabell erstreckten sich in den wolkenlosen, blauen Himmel.

Nachdem ich das Auto am leeren Parkplatz der Lärchbodenalm knapp unterhalb des Gasthof Feisterer abgestellt hatte, folgte ich zwischen den Gebäuden des Feistererhofes hindurch und am hauseigenen Bernhardiner vorbei dem Wanderweg zum Guttenberghaus.

Die Forststraße wird bald ordentlich steil, läßt sich aber gut und problemlos begehen. Da der Forstweg aper bzw. nur von einer sehr dünnen Schneedecke bedeckt war, erreichte ich schon nach einer halben Stunde die Lärchbodenalm.

Auch der weitere Aufstieg zur Talstation der Materialseilbahn zum Guttenberghaus verlief entlang des Sommerweges durch die Latschen hindurch völlig problemlos. Das schmalere Steigstück an der Fischermauer vorbei, teilweise mit Seilsicherungen versehen, bereitete angesichts der harmlosen Schneemengen keine Schwierigkeiten.

Nach der Querung des Grabens auf die linke Seite (Richtung Westen) nahm die Schneehöhe jetzt merkbar zu und bei etwa 1.800 Meter Seehöhe konnte ich endlich die Schneeschuhe anlegen, obwohl bei dem tragfähigen Harschdeckel am frühen Vormittag der Aufstieg auch mit Bergschuhen alleine ohne Weiteres möglich gewesen wäre.

Ich folgte einer bereits etwas älteren Schneeschuhspur hinauf bis zum Guttenberghaus, auf einem aussichtreichen Hügel gelegen. 

Das Guttenberghaus in Winterruhe

Das Guttenberghaus in Winterruhe

Ab dem Guttenberghaus konnte ich keine weiteren menschlichen Spuren mehr erkennen.

Nach einem kurzen Abstieg in eine Mulde folge ich – soweit sie erkennbar war – der Sommermarkierung hinauf zur Feisterscharte.

Vom Guttenberghaus zur Feisterscharte - Eselstein

Vom Guttenberghaus zur Feisterscharte - Eselstein

Bei der Feisterscharte habe ich meinen ursprünglichen Plan, auch auf den Sinabell aufzusteigen, wieder verworfen, weil sich im Aufstiegsgelände ein größeres Gamsrudel am kargen Grase des Nordhanges gütlich tat.

Stattdessen habe ich mich nun direkt dem Eselstein zugewandt. Beim Weg von der Feisterscharte zu den aufsteilenden Osthängen des Eselstein muß man unbedingt beachten, dass es hier unter der Schneedecke – zum Teil tiefe – Felsspalten und Löcher geben kann. Beim Anmarsch mit den Schneeschuhen war das auf dem meist tragfähigen Harschdeckel kein Problem. Beim Rückweg habe ich jedoch wegen einiger aperer Stellen auf die Schneeschuhe verzichtet und bin ein paar mal gefährlich im Bruchharsch eingesunken !!!

Sobald die Osthänge auf den Eselstein steiler werden, hat man dieses Gefahrenpotential hinter sich gelassen. Dafür aber muß man bei größeren Schneemengen hier die Lawinengefahr beachten (derzeit meiner Einschätzung nach aber kaum ein Problem).

Zunächst versuchte ich meiner Schiroute vom 15.04.2005 zu folgen, kam dabei aber zu weit nach links in die immer steiler werdenden Hänge hinein. Grundsätzlich wäre das noch kein Problem gewesen, wenn die Schneedecke kompakt geblieben wäre. Meine Lieblings-Schneeschuhe für den hochalpinen Bereich, die MSR Denali Evo Ascent, haben sich gut in die harte griffige Schneedecke gebissen und ich konnte in direkter Linie ansteigen. Weiter oben, im Bereich steiler Felsen begann der Harschdeckel aber zu zerbröseln und darunter gab es nur “Kristallzuckerschnee”, der auf den Felsen keinen Halt mehr erlaubte.

Also Schneeschuhe abschnallen und den geordneten Rückzug antreten (Steigeisen und Pickel wären hier hilfreich gewesen). Weiter nördlich, entlang des Sommerweges, war der Aufstieg ungleich einfacher und bald hatte ich das weitgehende abgeblasene und steinige Gipfelplateau  erreicht.

Bezüglich des Abstieges gibt es nicht mehr viel Erwähnenswertes zu berichten. Die Gämse waren noch immer am Sinabell, ich wollte sie nicht stören. Beim Guttenberghaus erkannte ich einige Wanderer, im Kar darunter einige Schneeschuh- und Fußspuren. Bei der Talstation der Materialseilbahn traf ich auf 2 Wanderinnen.

Während ich beim Aufstieg noch in fast sommerüblicher Zeit in 2,5 Stunden beim Guttenberghaus war, benötigte ich für die gar nicht mehr so lange, aber mitunter mühsame Strecke (inkl. Verhauer) auf den Eselstein weitere 2 Stunden. Den Gesamtabstieg vom Eselstein zurück ins Tal konnte ich dann aber in knapp über 1,5 Stunden bewältigen.

Weitere Wander-Möglichkeiten in diesem Tourengebiet:

Den Eselstein habe ich heute zum 3. Mal besucht, und jedes Mal auf eine andere Art und Weise:

Eselstein – Schitour

Eselstein – Jubiläumsklettersteig und Wandertour

Der am einfachsten erreichbare Gipfel über dem Guttenberghaus ist der Sinabell, den ich ebenfalls bereits einige Male besucht habe, u.a. auch im Dezember 2006 – damals aber als Wandertour.

Winter-Wandern auf den Sinabell

Den Sinabell habe ich auch im Anschluß an Hohe Rams und Scheichenspitze besucht.

Nördlich vom Eselstein liegt der Landfriedstein, ein eher selten besuchter Gipfel.

Weitere Links zu dieser Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch

Tourenfotos im Fotoalbum

Nachtrag: Bitte nicht über den Namen dieses Artikels – Namensteil “Eiskarlschneid” – wundern. (schneeschuhtour-guttenberghaus-eiskarlschneid). Der Name müsste natürlich korrekterweise schneeschuhtour-guttenberghaus-eselstein lauten, ich habe den Fehler aber leider erst entdeckt, als der Artikel bereits einige Male verlinkt war.

 Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Schneeschuhtour Eiskarlschneid – Raucheck

Sonntag, 8. November 2009

Für Samstag, den 07.11.2009 war ein kurzes Zwischenhoch angesagt, welches wir nach längerer Zeit wieder einmal für eine größere Tagestour nutzen wollten.

Zwar war es am  vorhergehenden Abend angesichts des leichten Nieselregens nur schwer glaubhaft, dass wir uns wirklich über schönes Wetter erfreuen konnten, doch am frühen Morgen beim Aufstehen, kurz nach Sonnenaufgang, blinzelte wirklich bereits die Sonne zaghaft durch die dicke Nebeldecke, welche die (laublosen) Laubbäume mit ihren sich verjüngenden Verästelungen als gespenstische Wesen erscheinen ließ, welche nach dem vorbeikommenden Wanderer zu greifen schienen.

Nebel über den Tälern des Salzburger Pongaus

Nebel über den Tälern des Salzburger Pongaus

Nebel über dem Ennstal und Wolkenwuzzel aus dem Süden

Nebel über dem Ennstal und Wolkenwuzzel aus dem Süden

Da für heute Südföhn angesagt war, wußten wir, dass wir die Niederen Tauern meiden sollten. Und tatsächlich schaute den ganzen Tag über der unfreundliche Wolkenwuzzel aus dem Süden über die Gebirgskette der Wölzer, Schladminger und Radstädter Tauern.

Aber auch die weiter im Westen liegenden Berge der Hohen Tauern konnten sich seiner Umschlingung nicht nicht gänzlich entziehen, obwohl doch einige namhafte Gipfel zu erkennen waren – beispielsweise das markante Große Wiesbachhorn.

Am frühen Morgen war der Parkplatz nahe des Ghf. Dachsteinruhe, im Bereich der Straßenkehre an der Landesgrenze zwischen der Steiermark und Salzburg auf halbem Wege zwischen den Gemeinden Ramsau am Dachstein und Filzmoos auto- und menschenleer. Menschenleer sollte auch unser Wandergebiet den ganzen Tag über bleiben.

Über die leicht vereiste, durch einen Schranken abgesperrte Asphaltstraße steigen wir Richtung Bachlalm auf, halten uns ab der Schaidlalm, wo wir die Schneeschuhe anlegen, dann aber nordwestwärts.

Weitgehend entlang des Sommerweges erreichen wir den Sulzenhals (1.827) und von hier – nur mehr mäßig ansteigend – gelangen wir zum Gipfelkreuz auf der Eiskarlschneid (1.990), wo sich uns herrlichste Landschaftsausblicke offenbaren.

Beeindruckende Ausblicke beim Gipfelkreuz der Eiskarlschneid

Beeindruckende Ausblicke beim Gipfelkreuz der Eiskarlschneid

Leider wehte am exponierten Gipfelplateau der Eiskarlschneid ein kalter Wind, welcher uns bald wieder zum Aufbruch bewog. Bereits wenige Meter unterhalb war es auf den sonnenüberfluteten Hängen dafür wieder angenehm mild.

Die dicke, graue Nebelsuppe im Tal animierte uns nicht gerade zum Abstieg, weshalb wir lieber noch ein kurzes Stück in der Sonne dem Pernerweg ostwärts Richtung Tor folgen wollten.

Heuer mit Schneeschuhen war es dabei wesentlich weniger anstrengend, als voriges Jahr bei unserer Wandertour am 05.10.2009, obwohl damals noch bei weitem nicht so viel Schnee lag.

Da die Schneeverhältnisse recht sicher waren, stiegen wir von der Eiskarlschneid direkt über den südöstlichen Steilhang ab und querten über den unteren Ausläufer des Windlegerkars in das Rauchkar.

Immer wieder donnerten kleine, aber sehr lautstarke Schnee-, Eis- und Steinlawinen mit aufschreckendem und furchteinflößendem Getöse über die Torstein-Südwand ins Rauchkar herunter, ohne jedoch den Wandfuß mehr als einige Meter zu verlassen. Bei größeren Schneemengen ist hier aber auf jeden Fall äußerste Vorsicht geboten !

Beim im Schatten liegenden “Tor” hielten wir uns nicht allzu lange auf. Die durch den alles durchdringenden Wind verstärkte Kälte ließ uns das nächste Gipfelziel ansteuern. Das Raucheck (2.192) war für uns beide noch völliges Neuland, der Gipfel schien aber selbst mit Schneeschuhen nicht allzu schwierig zu ersteigen.

Beim Tor hatten wir den "Durchblick" ;-)

Beim Tor hatten wir den "Durchblick" ;-)

Ich würde die Schwierigkeit aber nur bei günstigen Verhältnissen (wie wir sie heute vorfanden) als ROT bewerten, ansonsten eher SCHWARZ. Der Ausblick vom Steinmandl am Raucheck lohnt aber die Mühen des stellenweise doch etwas steileren Anstieges.

Die letzten Meter auf das Raucheck

Die letzten Meter auf das Raucheck

Im Gegensatz zu den anderen exponierten Stellen war es hier am Gipfel des Raucheck windstill und angenehm warm.

Dennoch stiegen wir angesichts der schon etwas vorgerückten Stunde bald wieder am Anstiegsweg zurück ins Tal. Beim Parkplatz (an der Nebelgrenze) hatten sich jetzt 2 weitere Autos eingefunden. Von Wanderern war aber den ganzen Tag über keine Spur.

Weitere Touren in diesem Gebiet:

Wandertour im Schnee auf Eiskarlschneid und Tor – Fotobericht
Wandertour Reißgangscharte, Windlegerscharte und Eiskarlschneid – Fotobericht
Wandertour Rötelstein und Eiskarlschneid – Fotobericht
Wandertour im Schnee über die Sulzenalm auf die Eiskarlschneid – Fotobericht
Wandertour am Pernerweg: Eiskarlschneid und Tor – Fotobericht
Schneeschuhtour Eiskarlschneid – Fotobericht

Weiterführende Links zu dieser Tour:

Tourenstatistik im Tourenbuch
Tourenfotos im Fotoalbum

Diese Tour inklusive Wanderkarte und Tourvarianten wird auch im Schneeschuhtourenführer-eBook “Zentral-Österreich” beschrieben (obwohl geografisch bereits in Salzburg liegend, im Band Steiermark A – Schneeschuhzentrum Ramsau-Rohrmoos) beschrieben.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian