Archiv für August 2009

Almwanderung zum Hohensee

Samstag, 22. August 2009

Zum Ausspannen von unserer gestrigen Bergwanderung auf das Karnereck im Salzburger Lungau, wo wir in 11 Stunden Wanderzeit immerhin 1.835 Höhenmeter auf 18,4 Kilometer Gehdistanz zurückgelegt hatten, wollten wir uns am 16.08.2009 eine Entspannungstour zu einem Almsee gönnen.

Das Tourenziel lag zwar ebenfalls in den Schladminger Tauern, dieses Mal fuhren wir aber über die Nordseite von Gröbming in das Großsölktal, wo wir vom großen Parkplatz in St. Nikolai im Sölktal zu unserer Wandertour aufbrachen.

Das Tourengebiet im Österreich-Überblick

Das Tourengebiet im Österreich-Überblick

Das Wandergebiet im Großsölktal

Das Wandergebiet im Großsölktal

Der Routenverlauf im Detail:

Sankt Nikolai im Sölktal – Bräualm – Dürrmooswasserfall – Hohenseealm / Hohensee – Am gleichen Weg zurück

Der Routenverlauf zur Hohenseealm

Der Routenverlauf zur Hohenseealm

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Die kleine, aber sehr feine, unschwierige Almwanderung zum Hohensee sollte sich als äußerst angenehm erweisen, da wir bei der Hohenseealm auf Isabella und Ernst getroffen sind, mit denen wir einen kurzweiligen und sehr humorvollen Nachmittag verbringen durften.

Herzlichsten Dank an die “Siebtelbesitzer” für die großzügige Gastfreundschaft ;-)

Das Wetter war bestens und im Umfeld der Almhütte konnte sich jeder einen seiner persönlichen Befindlichkeit am ehesten zusagenden Sonnen- bzw. Schattenplatz aussuchen, wobei für weniger temperaturausgleichsbefähigte Personen auch ein jederzeitiger Wechsel möglich war.

Während ich bei netten Gesprächen den aufs Wort folgenden Haushund Rocky ablichtete (dass im Hintergrund der Fotos einige junge Mädchen im See schwammen, war reiner Zufall und wäre mir gar nicht aufgefallen, wenn ich nicht explizit darauf hingewiesen worden wäre – natürlich war das ständig auf Anschlag ausgefahrene Zoom-Objektiv ebenso reinster Zufall) labten wir uns an erfrischenden Getränken, Kaffee und Kuchen.

Der in Würden ergraute Rocky in der Mittagshitze

Der in Würden ergraute Rocky in der Mittagshitze

Auch die Pferde auf der Bräualm kämpfen mit der Hitze

Auch die Pferde auf der Bräualm kämpfen mit der Hitze

Herrliche Landschaft um den Hohensee ;-)

Phantastische Aussicht um den Hohensee ;-)

 

Den vollen Tourenbericht und alle Tourenfotos findet Ihr im Tourenalbum, die Statistik-Daten gibt es im Tourenbuch.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Karnereck und Kleines Gurpitscheck

Samstag, 22. August 2009

Heute komme ich endlich dazu, einen kurzen Vorbericht über unsere Bergwanderung auf das Karnereck und das Kleine Gurpitscheck abzuliefern, welche wir am 15. August 2009 im Salzburger Lungau unternommen haben.

Nach den zahlreichen Wandertouren in diesem Gebiet war uns die Anfahrt über Obertauern natürlich schon bestens vertraut. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch einmal alle bisher bereits besuchten Tourenziele des heurigen Jahres in dieser Gegend anführen:

Und heute standen eben Karnersee, Karnereck, Kleines Gurpitscheck und die Karneitschenhöhe auf dem Programm.

Das Tourengebiet im Österreich-Überblick

Das Tourengebiet im Österreich-Überblick

Wie bereits in meinen diversen Lungau-Berichten mehrfach erwähnt, macht dieser südliche, etwas verborgen liegende Teil Salzburgs auf uns einen äußerst sympathischen Eindruck.

Das Tourengebiet im Salzburger Lungau

Das Tourengebiet im Salzburger Lungau

Das weite, offene Tal zwischen St. Michael im Lungau bzw. Mauterndorf im Westen und Tamsweg im Osten sowie der lieblichen Ortschaft Mariapfarr, genau zwischendrin gelegen, liegt auf einer durschnittlichen Höhe von ca. 1.100 Meter.

Im Süden wird dieser Talkessel durch die sanften Nockberge begrenzt, im Norden leiten 4 langgezogene Almtäler in die südlichen Schladminger Tauern hinein:

Von Westen nach Osten (links nach rechts):

Das Weißpriachtal, welches sich weiter hinten in den linken Weißpriach-Arm und das Znachtal aufgabelt. Weiter östlich folgen das Lignitztal, Göriachtal und Lessachtal.

Am besten beurteilt dieses Wander-Eldorado eine Aussage, welche der deutsche Urlauber gemacht hat, den wir mit seiner Frau nach dem Besuch am Karnereck-Gipfel getroffen haben: Jetzt kommt er schon zum 8. Mal in den Lungau, aber immer noch entdeckt er zahlreiche, besteigenswerte Berge, die er bis jetzt noch nicht kennt.

Unser heutiger Routenverlauf im Detail:

Hinterweißpriach – Gurpitschhütte – Karnerhütte – Karnersee – Karnereck – Karnersee – Kleines Gurpitscheck – Karneitschenhöhe – Karneitschenhütte – Hinterweißpriach

Der Routenverlauf im unteren Abschnitt

Der Routenverlauf im unteren Abschnitt

 

Der Routenverlauf im oberen Abschnitt

Der Routenverlauf im oberen Abschnitt

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Von Hinterweißpriach folgen wir der Markierung entlang eines Forstweges und später im Wald an auffallend vielen Eierschwammerln vorbei, für die uns im Aufstieg die Muße und im Abstieg die Lust fehlte, bis zum Almgelände bei der Karnerhütte, knapp oberhalb der Baumgrenze gelegen.

Während die Kühe – nicht zuletzt auf Grund eines Elektrozaunes – die flacheren Hänge zwischen Karnerhütte und Karnsersee bevölkerten, haben die Schafe ihr Revier weiter oben in den steileren Hängen zwischen Kleinem und Großem Gurpitscheck bezogen.

Am kleinen Karnersee vorbei, in welchem sich bei unserem Abstieg vom Karnereck einige Wagemutige unter lautstarkem Quietschen ein erfrischendes Bad gönnen sollten, folgen wir dem schmalen Steiglein zu einer steil nach oben führenden Grasrinne.

Der untere Teil des nun folgenden, etwa 350 Höhenmeter umfassenden Steilabschnittes ist recht steinschlaggefährdet. Nach einer Querung im Mittelteil mindert sich diese Gefahr weiter oben, hier wird das Gelände aber ausgesetzter und der erdige Steig ist auch recht rutschig.

Kletterseile helfen aber über den ausgesetztesten Wegteil hinweg.

Bei einer Höhe von ca. 2.260 Meter beginnt der anfangs breite, wiesenbedeckte Ostrücken, der allmählich in einen schmäleren Blockgrat übergeht und an einigen Stellen den Einsatz der Hände erfordert. Die Kletteranforderungen sind aber wirklich sehr bescheiden, zudem findet man auch hier ein Kletterseil zur Unterstützung vor.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz, welches im Jahre 1987 errichtet wurde und welches auch heute noch das Original-Gipfelbuch der ersten Stunde beherbergt.

Nach einem sehr vorsichtigen und konzentriertem Abstieg – unter uns war gerade ein deutsches Urlauberpaar unterwegs – erreichten wir wieder den Karnersee. Die am frühen Morgen beim Aufstieg noch taubedeckten steilen Wiesenhänge waren mittlerweile aufgetrocknet.

Wir steuerten nun den Sattel zwischen Kleinem und Großem Gurpitscheck an. Zweiteres war mir bereits von einer Wandertour am 17.06.2007 bekannt, wo ich am Twenger Almsee eine ganz besonders schöne Lichtstimmung erleben konnte.

Herrliche Spiegelung am Twenger Almsee

Herrliche Spiegelung am Twenger Almsee

Heute ließen wir das Große Gurpitscheck aber rechts liegen und stiegen über weiche Almmatten auf das Kleine Gurpitscheck auf, welches den Spuren nach von den blöckenden Schafen wohl nur allzu gerne als Toilette verwendet wurde.

Üben den einfach und unschwierig begehbaren Graskamm gelangten wir in weiterer Folge auf die Karneitschenhöhe, von wo wir uns weglos einen Abstieg über die ostseitigen Hänge bis zur Waldgrenze suchten.

Hier steuerten wir – teilweise in etwas unwegsameren hohem Grase und über dichte Beerensträucher – einen bereits von weitem sichtbaren Hochsitz auf einer Waldlichtung an. Denn die Erfahrung lehrt: Wo ein Hochsitz steht, kann die Forsstraße nicht mehr weit sein.

Tatsächlich kamen wir wenig später an einem Reh und der Karneitschenhütte vorbei und zu einem Forstweg. Dieser ließ sich über deutlich ausgeprägte Hohlwege im Wald mehrmals recht bequem abkürzen, wobei heute für die Navigation das GPS-Gerät wirklich eine große Hilfe war, auch wenn die in der Topo Österreich eingezeichneten Forstwege nicht immer mit den tatsächlichen Begebenheiten vor Ort übereinstimmten, was meine Begeisterung für diese Art der Orientierungsunterstützung aber in keinster Weise schmälern kann.

Im untersten Abschnitt trafen wir dann wieder das deutsche Urlauber-Paar, welches sich heute ebenfalls auf das Karnereck bemüht hatte.

Nach einer Kreuzotter zwischen Kleinem Gurpitscheck und Karneitschenhöhe, sichteten wir nahe unserem Ausgangspunkt in Hinterweißpriach bei einem Bach eine ungewöhnlich angriffslustige Ringelnatter, die sich durch die vier gaffenden Zweibeiner wohl etwas in die Enge getrieben sah.

Von der Karnerhütte zum Karnereck

Von der Karnerhütte zum Karnereck

Weitere Tourendetails sowie alle Tourenfotos gibt es an gewohnter Stelle im Tourenalbum, die Statistik-Daten sind im Tourenbuch nachzulesen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Graunock und Landauersee

Donnerstag, 20. August 2009

Auch heute melde ich mich nur kurz aus dem “Urlaub” um schnell ein paar Zeilen über die letzten zwei Wandertouren zu verlieren.

Die Bergtour am 19.08.2009 führte die AlpenYetin und mich wieder in den Salzburger Lungau, wo wir uns mit dem Graunock einen selten begangenen, aber nichtsdestoweniger äußerst schönen Gipfel über dem Lignitzsee aussuchten.

Ebenfalls einen See und ebenfalls in den Schladminger Tauern – dieses Mal aber von Norden über das Rohrmooser Obertal – haben wir zur Entspannung als Tourenziel für den 20.08.2009 gewählt: Eine kleine Rundtour führte uns zunächst auf unmarkiertem Steiglein von der Lackneralm zum Landauersee. Am Rückweg kamen wir am markierten Wanderweg beim Knappenkreuz vorbei.

Details und Fotos zu allen Wandertouren gibt es selbstverständlich in den nächsten Tagen (Schlechtwetter vorausgesetzt ;-) ) an gewohnter Stelle im Tourenalbum.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Karnereck, Hohensee und Hebenkas

Dienstag, 18. August 2009

Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, komme ich beim derzeitigen Traumwetter kaum zum Schreiben.

Mit diesem Beitrag möchte ich Euch aber einen kurzen Überblick über meine aktuellen Wandertouren geben.

  • 16.08.2009: Karnereck, Kleines Gurpitscheck und Karneitschenhöhe

Anspruchsvolle Bergtour auf das Karnereck, ansonsten einfache Almwanderung im Bereich des Karnersees.

  •  17.08.2009: Dürrmooswasserfall und Hohensee

Einfache Almwanderung zum Relaxen von der Karnereck-Tour.

  • 18.08.2009: Mitterberg – Hochplanberg – Hebenkas

Sehr einsame und sehr lange, weglose Hochplateauwanderung in der dolinenreichen Karstwildnis des zentralen Toten Gebirges. Von der Tauplitzalm zunächst Durchquerung der Stein- und Geröllwüste von Süden nach Norden bis zum Vermessungszeichen am Hebenkas. Danach Überschreitung von Ost nach West vom Hebenkas über das Heibastal und die Kalte Herberg bis zur Weißen Wand und über das Mäuerltal wieder zurück.

Diese Tour erfordert neben gutem Orientierungsinn auch eine gewisse Leidensfähigkeit und vor allem große Mengen an Flüssigkeit.

Mehr zu allen Touren gibt es wie gewohnt demnächst hier im Wanderblog sowie im Tourenalbum, nachdem aber auch für die nächsten Tage schönes Tourenwetter prognostiziert wird, muß ich Euch noch um etwas Geduld bitten.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian