Archiv für Juli 2009

Wandertour Zeiritzkampel – Kammwanderung über Radmer

Freitag, 17. Juli 2009

Nachdem uns (bzw. mich) die letzten beiden Wandertouren nach Oberösterreich (Hoher Nock) bzw. Salzburg (Kreuzhöhe) geführt hatten, blieben wir bei der Bergwanderung am Donnerstag, den 16.07.2009 wieder einmal in der Steiermark.

Aber auch hier benötigten wir für die Anfahrt mit dem Auto durch das enge Gesäuse in den abgelegenen Radmer-Graben gute 1,5 Stunden.

Der Ausblick wird geprägt vom Lugauer über Radmer (rechts)

Der Ausblick wird geprägt vom Lugauer über Radmer (rechts)

Über die beiden Ortsteile von Radmer mit den klangvollen Namenszusätzen “An der Stube” und “An der Hasel” fuhren wir bis zum Parkplatz am Ende der öffentlichen Straße in Hinterradmer.

Wanderoute Zeiritzkampel - Lahnerleitenspitze

Wanderoute Zeiritzkampel - Lahnerleitenspitze

Über die Klammlalm stiegen wir zum Zeiritzkampel-Gipfelkreuz auf.

Dann wanderten wir im Uhrzeigersinn auf dem grasigen Verbindungsgrat (abwechselnd mehr oder weniger breit) über Hinkareck und Speikkogel zum Gipfelkreuz auf der Lahnerleitenspitze. Unmarkiert stiegen wir dann durch ein schönes Kar zur Seekaralm ab und über den Wanderweg ging es zurück ins Tal.

Vom Wandergebiet aus hätten wir auch relativ leicht nach Johnsbach und sogar ins Palten- oder Liesingtal absteigen können, obwohl diese Gebiete straßentechnisch sehr weit voneinander entfernt liegen.

Insgesamt war es eine sehr schöne und auch weitgehend einsame Höhenwanderung, kurz vor uns erreichte bereits 1 Wanderer das Zeiritzkampel-Gipfelkreuz, kurz nach uns trafen 2 weitere Wanderer beim Kreuz ein.

Erst beim Gipfelkreuz der Lahnerleitenspitze trafen wir 2 weitere Wanderer, die bei unserer Ankunft gerade vom Kreuz aufbrachen.

Das Wetter war weitgehend gut, wenngleich auch im Aufstieg in der Sonne recht schwül-warm. Das leichte Gipfel-Lüfterl empfanden wir deshalb als recht angenehm.

Alles in allem eine sehr schöne und einfache Rundwanderung über grüne, weiche Almmatten.

Viel Grün zwischen Zeiritzkampel und Hinkareck

Viel Grün zwischen Zeiritzkampel und Hinkareck

Alle Fotos und weitere Tourendetails – insbesondere was es mit dem “Schokoladenweg” auf sich hat – findet Ihr im Tourenalbum.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian.

Wandertour im Lungau: Gumma – Kreuzhöhe

Dienstag, 14. Juli 2009

Die heutige Wandertour führte mich wieder einmal in den salzburgerischen Lungau, wo ich von Lessach in die südlichen Schladminger Tauern aufbrach, um den Gipfeln von Gumma (2.316) und Kreuzhöhe (2.566) einen Besuch abzustatten.

Für die Anfahrt wählte ich die Route über Obertauern und Tamsweg, während ich mich bei der Rückfahrt für die Strecke über den Prebersee und den Sölkpaß entschied.

Auch wenn die Rückfahrtsroute 8 Kilometer kürzer war, benötigte ich doch eine gute halbe Stunde mehr Zeit. Das heißt für mich, dass ich künftig ins Lessachtal immer über den Radstädter Tauernpaß anreisen werde.

Von Lessach fährt man bis zum Gehöft Puegger auf, wo es kurz vorher einen großen Parkplatz gibt.

Das Wetter hielt sich heute an die gute Prognose und so stand einer sehr schönen Bergwanderung mit prächtigen Ausblicken zum Kasereck nichts mehr im Wege.

Die Tour auf den Gummaberg ist mit BLAU bewertet, zur Kreuzhöhe ist aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, deshalb SCHWARZ.

Den vollständigen Tourenbericht findet Ihr im Tourenalbum.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Wandertour Hoher Nock: Von Windischgarsten ins Sengsengebirge

Montag, 13. Juli 2009

Am vergangenen Sonntag (12.07.2009) machten sich die AlpenYetin und ich bei strahlendem morgendlichen Schönwetter auf den Weg, um dem in einer Fahrstunde entfernt gelegenen Sengsengebirge in den Obersösterreichischen Voralpen einen Besuch abszustatten.

Über Windischgarsten und Rading fuhren wir ins Rettenbachtal, wo wir gleich beim ersten Parkplatz unsere große Rundtour starteten.

Leider hielt sich das für heute vorhergesagte Schönwetter mit Badetemperaturen nur am frühen Vormittag an seine Prognose. Schon bald wurden die Wolken dichter und am Nachmittag begann es sogar zwischenzeitlich kurz, aber nur leicht, zu nieseln.

Das Rätsel, ob der höchste Punkt der Oberösterreischen Voralpen nun Hohe Nock oder Hoher Nock heißt, konnte heute leider ebensowenig gelöst werden, wie die richtige Schreibweise des Sensengebirges bzw. Sengsengebirges. 

Aber selbst die zuständigen Wegschilderhersteller scheinen sich darüber nicht ganz im Klaren zu sein, und um die Fehlerquote zumindest um die Hälfte zu reduzieren schreibt man es halt einmal so und einmal so.

Älter Schilder bezeichnen den Gipfel als "Hohe" Nock

Ältere Schilder bezeichnen den Gipfel als "Hohe" Nock

Neuer Schilder sprechen von "Hoher" Nock

Auf neueren Schildern heißt es: "Hoher" Nock

Ob nun eine Geschlechtsumwandlung Ursache der unterschiedlichen Schreibweise ist, oder sich einfach eine Verschiebung der weiblichen Schreibweise auf älteren Hinweisschildern zur männlichen Form auf den neueren Wegweisern eingebürgert hat, vermag ich derzeit noch nicht zu beurteilen.

Besonders interessant wird es dann, wenn Schilder mit unterschiedlicher Schreibweise keine 200 Meter von einander entfernt stehen:

Heißt es nun Sengsengebirge mit "G" ...

Heißt es nun Sengsengebirge mit "G" ...

... oder doch "nur" Sensengebirge ?

... oder doch "nur" Sensengebirge ?

Wie dem auch sei, schön war es allemal, auch wenn – wie bereits erwähnt – das Wetter nicht ganz optimal war.

Die Aufstieg über Rettenbachtal – Budergrabensteig – Merkensteinbründl auf den Hohen Nock ist mit Schwierigkeit ROT gekennzeichnet und stellt abgesehen von der nicht zu unterschätzenden Weglänge keine größeren Probleme dar.

Lediglich im obersten Abschnitt konnten wir einige Wanderer beobachten, die beim Abstieg am steilen, felsdurchsetzten und leicht ausgesetzten Gipfelaufbau leichte Schwierigkeiten hatten.

Der von uns gewählte Abstiegsweg Richtung Bärenriedlau bescherte uns bei einem Abstecher auf den Seekopf (Seehagelmauer) ein weiteres Gipfelkreuz.

Und da wir nun schon einmal dabei waren, folgten wir einem unmarkierten Steiglein und stiegen – zuletzt durch nicht allzu dichtes Latschengestrüpp – beim Rückweg noch auf einen weiteren Gipfel auf. Am Hagler trafen wir auf unser 3. Gipfelkreuz dieser Wandertour.

Für den Abstieg am ausgesetzten, schmalen, felsdurchsetzten und schottrig-rutschigen Grasrücken über die Südseite des Hagler ist unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Diesen, erst unterhalb der Waldgrenze mittels Steinmandln gekennzeichneten und sonst unmarkierten Steig würde ich mit Schwierigkeit SCHWARZ bewerten.

Den vollständigen Tourenbericht gibt es in meinem Tourenalbum.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Dachsteinblick vom Gosausee

Freitag, 10. Juli 2009

Nachdem sich die Abwechslung beim Wetter derzeit höchstens auf unterschiedliche Temperaturen des Regens beschränkt und die Erinnerungen an einen blauen Himmel und schöne Ausblicke mittlerweile ob der unnatürlich großen vom Himmel drängenden Wassermassen allmählich verblassen, schwelge ich bei der Arbeit an meinem Schneeschuhtourenführer Oberösterreich und beim damit verbundenen Betrachten und Aufbereiten der Fotos wieder einmal in Erinnerungen an bessere Lichtstimmungen und Wetterverhältnisse.

Und da ich mich derzeit verstärkt geistig im nördlichen Gosaukamm herumtreibe, habe ich auch einige Bilder eines ganz besonders schönen Aussichtsplatzes gefunden, der zudem auch von jedem weniger konditionsstarken Wanderer in wenigen Gehminuten völlig unschwierig erreicht werden kann.

Und zwar handelt es sich dabei um den grandiosen Ausblick, den man vom Vorderen Gosausee zum Dachstein genießen kann.

Sonnenuntergang im August 2007

Sonnenuntergang im August 2007

Und hier noch ein Foto, welches auch im Schneeschuhführer zu sehen sein wird – ebenfalls kurz vor Einbruch der Dunkelheit im Dezember 2008 aufgenommen.

seekarwand_dsc00537_dachsteinabendsonne_400

Abschluss einer wunderschönen Schneeschuhwanderung

Warten wir also sehnsüchtig auf den Sommer, ab Anfang nächster Woche soll er ja wirklich kommen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian