Archiv für Juni 2009

16 Sonnenscheinstunden am Tag

Mittwoch, 17. Juni 2009

Ich höre gerade im Radio, dass heute bis zu 16 Sonnenscheinstunden am Tag zu erwarten sind, morgen werden sogar Badetemperaturen jenseits der 30 Grad plus prognostiziert.

Und was macht ein in der Auszeit bzw. der beruflichen Neuorientierung befindlicher Wanderer bei solch einem traumhaften Wetter?  Im Freien den wolkenlosen Himmel und die frische Luft genießen?

Falsch - er sitzt im abgedunkelten Büro am Notebook und schreibt.

Über die wiedererwachte Natur, grüne Wiesen und kahle Felsen?

Wieder Falsch – ganz im Antizyklus des Jahreskreislaufes arbeitet er an einem Schneeschuhtourenführer für Zentral-Österreich.

Schneeschuhwandern im winterlichen Kemetgebirge

Schneeschuhwandern im winterlichen Kemetgebirge

Aber keine Angst – morgen geht´s nach den heutigen geistigen Höhenflügen wieder in die gebirgige Höhe.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ebenfalls großartige Höchstleistungen (auf welchem Gebiet auch immer, und sei es im Extrem-Bügeln oder Intensiv-Faulenzen) und einen wunderschönen Mittwoch.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Bergwandern zwischen Greim und Rettlkirchspitze

Montag, 15. Juni 2009

Tourendatum: 14.06.2009

Teilnehmer: Christian, Ingrid

Bundesland: Steiermark

Wandergemeinde: Sankt Peter am Kammersberg

Routenverlauf: Greimhütte – Greim – Funklscharte – Rettlkirchspitze – Rettlsee – Straßeck – Greim – Sandkogel – Greimrinne – Greimhütte

Anreise: Vom Ennstal über das Großsölktal und den Sölkpaß nach Schöder. Über Baierdorf nach St. Peter am Kammersberg und von hier Auffahrt zur Greimhütte – oberhalb von etwa 1.200 Meter Höhe auf einer zunehmend holpriger werdenden Schotterstraße.

 Ausgangspunkt: Greimhütte (1.649)

Das Tourengebiet nördlich von St. Peter am Kammersberg

Das Tourengebiet nördlich von St. Peter am Kammersberg

 Die Wanderroute im unteren Bereich:

Aufstieg von der Greimhütte über den Südostrücken auf den Greim (der weitere Wegverlauf ist auf dem 2. Kartenausschnitt dargestellt). Am Nachmittag sind wir schließlich wieder über das Straßeck zum Greim zurückgekehrt und über den Sandkogel und die Greimrinne zum Ausgangspunkt abgestiegen.

Wanderroute Greimhütte - Greim - Sandkogel

Wanderroute Greimhütte - Greim - Sandkogel

 Die Wanderroute im oberen Bereich:

Vom Greim am SCHWARZ bewerteten Wanderweg (laut Markierungstafeln) zunächst dem gekennzeichneten Weg Richtung Neunkirchner Hütte bis zur Funklscharte folgen.

Von hier weiter nordwestwärts dem zwar in einigen Karten nicht verzeichneten, aber markierten und gut erkennbaren Steig über den Südostrücken und zuletzt über das flache Gipfelplateau zum Gipfelkreuz auf der Rettelkirchspitze – genau 1 Meter höher als der Greim und damit der höchste Gipfel der Rottenmanner und Wölzer Tauern.

Am Gipfel erkennen wir, dass der Abstieg über den Südwestrücken hinunter zum verlockend türkisgrün leuchtenden Rettlsee möglich sein müßte. Und tatsächlich: Der Abstieg gestaltet sich recht unbeschwerlich, stellenweise ist sogar ein Steiglein erkennbar.

Wegverlauf Greim - Rettlkirchspitze - Rettlsee

Wegverlauf Greim - Rettlkirchspitze - Rettlsee

  Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Das Jubiläum – der 1.000 Gipfel

Vom Rettlsee mußten wir wieder über den steilen, aber ohne nennenswerte Schwierigkeiten begehbaren Westhang auf das Straßeck aufsteigen. Und das kam so: Der Greim war mein 999. Gipfel – beim nächsten Gipfel sollte also das große Jubiläum stattfinden.

Nachdem ich mir aber jetzt für dieses würdige Ereignis einen namhafteren Gipfel wünschte, als das unscheinbare Straßeck, querten wir beim Hinweg vom Greim zur Rettlkirchspitze einige Höhenmeter unterhalb des markierten Weges beim Straßeck vorbei (ich wagte nicht einmal gen Gipfel zu schauen ;-) .

Da für uns klar war, dass wir ohnehin wieder beim Rückweg hier vorbei mußten, sollte das ja kein Problem sein. Schließlich wurde die Rettlkirchspitze – der höchste Gipfel einer Ostalpen-Gebirgsgruppe in den Niederen Tauern und mit Gipfelkreuz ausgestattet - mein 1.000 Gipfelbesuch (seit 01.01.2004).

Die runde Gipfelzahl mit einer stärkenden Jause im Windschutz des Gipfelkreuz-Steinhaufens genießend, standen wir jetzt vor der Qual der Wahl: Abstieg über die verlockende neue Route über den Südwestrücken zum herrlich-schimmernden Rettlsee, oder am Anstiegsweg zurück zum Straßeck, um dort Gipfelbesuch 1001 zu verzeichnen.

Wir entschieden uns vorerst für den Rundweg hinunter zum Almplateau mit dem Rettlsee. Nachdem es mir aber keine Ruhe ließ, dass ich etwa 10 Höhenmeter unterhalb des Straßeck-Gipfels über den Hang gequert war, und überdies der weglose Aufstieg auf den Sandkogel über die Karlgrube ziemlich steil aussah, entschieden wir uns für den vergleichsweise einfacheren Anstieg über die Westflanke des Straßeck.

Von hier ging es dann am bereits vom frühen Vormittag bekannten Weg zurück zum Greim, wo wir dann wieder eine neue Richtung einschlugen. “Abstieg” auf den nächsten Gipfel – auf den lediglich wenige Höhenmeter über das breite Wiesenplateau erhobenen Sandkogel.

Über die noch immer schneebedeckte und von einigen Wedelspuren durchzogene Greimrinne stießen wir weiter unten wieder auf den markierten Wanderweg, auf dem es zurück zum Ausgangspunkt beim Parkplatz der Greimhütte ging, wo uns bereits von Weitem das laute Lachen einer größeren feucht-fröhlichen Runde entgegen hallte.

Bild der Tour:

Am Rettlsee mit Ausblick zur Funklscharte

Am Rettlsee mit Ausblick zur Funklscharte

Weitere Eindrücke und alle Fotos von der Tour.

Falls auch Du an diesem Tag in diesem Tourengebiet unterwegs warst, lass es mich doch wissen und verewige Dich mittels Kommentar zu diesem Beitrag (Die vor dem ersten Eintrag erforderliche einmalige Registrierung ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich und kann jederzeit wieder gelöscht werden. Die Daten werden natürlich nicht weitergegeben).

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Neugestaltung der Wandertourenberichte

Montag, 15. Juni 2009

Sehr geehrte Besucher, liebe Leser !

Wie bereits in meinem Beitrag zur Wandertouren-Software ATONIS angemerkt, werden die Einträge im Tourenbuch künftig in der Regel nur mehr einmal monatlich aktualisiert.

Dieses Tourenbuch wird in einigen Bereichen detailliertere Such- und Auswertungsmöglichkeiten beeinhalten, grundsätzlich im Wesentlichen aber nur mehr Statistik-Daten enthalten. Generelle Anmerkungen zur Tour – soweit sie nicht gänzlich privater Natur sind – werden nun hier im Wanderblog zusammengefaßt, den vollständigen Tourenbericht mit Bergbildern, Naturfotos und Landschaftsimpressionen werden Sie auch weiterhin am gewohnten Platz im Tourenalbum von AlpenYetis Wanderseiten vorfinden.

Diese Dreiteilung der Wandertourendaten bietet diverse Vorteile, so dass einerseits bereits kurz nach der Tour hier im Wanderblog erste Eindrücke und eine Beschreibung der Tourenverhältnisse zur Verfügung stehen. Dieser Bericht wird im Laufe der Zeit gegebenenfalls auch immer wieder angepaßt und ergänzt – beispielsweise um Wissenswertes zur Tourenvorbereitung, Anfahrtsbeschreibungen oder Informationen zu sonstigen Sehenswürdigkeiten im Umfeld des Tourengebietes. Auch die Landkartenausschnitte werden künftig hier zu finden sein.

Wenn Sie lieber Leser, liebe Leserin ebenfalls in diesem Tourengebiet unterwegs waren, am selben Gipfel oder einem Nachbargipfel, lassen Sie es mich wissen und verewigen Sie Ihren Gipfelbesuch doch als Kommentar zum jeweiligen Beitrag, quasi in Form eines virtuellen Online-Gipfelbuches.

Spätestens einige Tage nach der Tour werden bei den Fotos im Tourenalbum, wie auch bisher schon, Eindrücke von der Tour an sich gezeigt und beschrieben, während Erlebnisse am Weg zum Tourengebiet und wieder nach Hause hier nicht mehr näher erörtert werden.

Der Statistik-Teil im Tourenbuch wird schließlich künftig das zentrale Rückgrat der Tourensuch-Möglichkeiten von ATONIS bilden, und wie bereits erwähnt, in der Regel nur mehr einmal monatlich Online aktualisiert.

Dabei werden sämtlich Informationen untereinander verlinkt, so dass man rasch und problemlos von einem Teil der Informationen zum anderen gelangen kann.

Anfangs wird diese Methode zwar etwas gewohnheitsbedürftig sein, langfristig aber sicher viele Vorteile bringen.

Viel Freude bei den Tourenberichten – wünscht Dir / Ihnen / Euch

Dein / Ihr / Euer Christian

… 999, 1000, 1001 Gipfel, 1002, …

Montag, 15. Juni 2009

Herzlich Willkommen bei einem kleinen Jubiläum auf AlpenYetis Wanderblog.

Beim heutigen Titel handelt es sich übrigens nicht um Zählübungen, und ich leide auch nicht an Einschlafstörungen, weshalb ich kleine Schäfchen im Sekundentakt über virtuelle Zäune springen lassen müßte.

Vielmehr konnte ich gestern bei einer großen Berg-Rundtour mit der AlpenYetin in den südlichen Wölzer Tauern meinen eintausendsten Gipfelbesuch innerhalb der letzten 5,5 Jahre feiern.

1001 Gipfel in Zentral-Österreich

1001 Gipfel in Zentral-Österreich

Diese 1001 Gipfelbesuche (eigentlich sind es mit der gestrigen 4-Gipfel-Runde mittlerweile ja schon 1002) verteilen sich auf 748 verschiedene Berggipfel, großteils in Zentral-Österreich.

Bei der Grafik steht jedes rote Pünktchen für einen dieser Gipfel. Gelb markiert ist mein Hauptwandergebiet mit folgenden 7 Kern-Gebirgsgruppen, in denen ich nun nahezu alle erwanderbaren Gipfel bereits kenne.

  • Dachsteingebirge
  • Ennstaler Alpen
  • Radstädter Tauern
  • Rottenmanner und Wölzer Tauern
  • Schladminger Tauern
  • Tennengebirge
  • Totes Gebirge

Zwar habe ich zu keiner Zeit – wie mir einmal vorgeworfen wurde – versucht, “Trophäen zu sammeln” oder “sportliche Rekorde aufzustellen”.

Dennoch freut mich diese runde Zahl an bereits besuchten Berggipfeln und obwohl ich in Wahrheit der Anzahl nie große Bedeutung beigemessen habe, muß ich eingestehen, dass ich in den letzten Wochen schon mit einem Auge immer wieder auf die Gipfelzahl geschielt habe.

Und wie immer, wenn man auf etwas wartet, dann ziiiieeeeeeehhhht es sich in die Länge, und insofern kann ich meine nächsten Touren wieder etwas entspannter angehen, da es pro Wanderung nicht gleich 5 bis 10 Gipfel sein müssen ;-) .

Ich bin dankbar, bis auf kleinere Blessuren (und der gröberen Verletzung der AlpenYetin), immer wieder gesund aus den Bergen zurückgekommen zu sein, und ich wünsche auch Euch – meinen lieben Lesern – immer gutes Bergwetter und unfallfreie Wandertouren.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian