Sony PRS-505: Positive Erfahrungen

Nachdem ich meinen E-Book-Reader Sony PRS-505 jetzt schon einige Tage intensiv im Einsatz habe, möchte ich einmal einen kurzen Zwischenbericht abgeben, wobei ich mich heute auf die bisher erkannten Vorteile beschränken möchte.

Zu den verbesserungswürdigen Punkten werde ich in einem anderen Artikel meinen Standpunkt abgeben.

Da gerade wieder einmal der Kauf einiger EDV-Bücher anstand, und diese nicht selten mehrere hunderte bis über tausend Seiten haben, war das ein willkommener Test für den E-Reader. Normalerweise hätte ich jetzt wieder vergängliches Papier mit einigen Kilogramm Gewicht gekauft und die Bücher nach grobem Überfliegen später nur mehr als Nachschlagewerk verwendet, bis sie spätestens in 1 bis 2 Jahren absolut veraltet wären.

Besonders interessant und erfreulich, als ich mich neulich am Abend kurz nach 22:00 Uhr noch rasch in ein Programmierproblem einarbeiten wollte, dies aber nicht mehr Online im Web sondern gemütlicher und liegenderweise im Bett durchführen wollte. Also rasch bei Thalia eingewählt und in weniger als 5 Minuten später und exakt 1.120 Seiten reicher las ich bereits in meiner Neuerwerbung.

Bekanntlich bin ich ja auch ein Foto- und Video-”Verrückter” mit etlichen Kameras. Daneben verwende ich beim Wandern ein GPS-Gerät, im Winter benötigt man einen Lawinenpieps. Alles Geräte, denen mitunter Bedienungsanleitungen beiliegen, die vor allem in letzter Zeit häufig nur mehr in elektronischer Form zu Verfügung stehen. Und wenn man dann wirklich einmal eine braucht, findet man sie mit Sicherheit nicht. Also habe ich auch alle Bedienungsanleitungen zusammengesucht, die in Dateiformat vorliegen, und in einem separaten Ordner abgespeichert.

Danach habe ich all die vielen kostenlosen PDF-Dateien gesammelt, die ich im Laufe der Zeit zu Internet- und Fotografie-Themen zeitaufwändig recherchiert und zusammengetragen habe.

Genug Stoff also, um meinen E-Book-Reader zu füttern.

Die Dateien können sehr einfach zu verschiedenen Themengebieten zusammengefasst und in dieser übersichtlichen Ordnerstruktur, am Sony PRS-505 als Sammlungen bezeichnet, auf den Reader geladen werden.

Neben diesen frei gestaltbaren, logischen “Schubladen” können die Bücher auch nach Titel, Autor und Datum sortiert und gesucht werden.

Schaltet man das Gerät aus und später wieder ein, kehrt man exakt auf die letzte Stelle des zuletzt aufgeschlagenen Buches zurück – eine bequeme Funktion, bei der es kein “Verblättern” mehr gibt.

Diese Prinzip, dass sich der Sony-Reader die zuletzt aufgeschlagene Seite merkt und sofort wieder dort anschließen kann, gilt aber nicht nur für das letzte Buch, sondern für alle Bücher, die man jemals gelesen hat.

Zusätzlich kann man in jedem Buch Lesezeichen ablegen, zu denen man rasch wieder zurückfindet. Diese Suchmöglichkeit über Lesezeichen funktioniert aber nicht nur pro Einzelwerk sondern auch über alle Bücher.

Liest man einen Artikel, so kann man zwischen 3 verschiedenen Schriftgrößen auswählen. Weiters läßt sich für die optimale Darstellung zwischen Hochformat und Querformat wählen.

Diese Einstellungen sind jeweils auf das einzelne Buch bezogen und zwar solange, bis ich das Format wieder ändere, d.h. ist ein Buch mit sehr großer Schrift geschrieben, kann ich dort die Anzeige auf der kleinsten Schriftgröße belassen, während ich in kleiner verfassten Textstellen in anderen Büchern die Schrift vergrößert darstellen lassen kann.

Mit der Möglichkeit, Musikstücke abzuspielen (Kopfhörer erforderlich) oder Bilder anzuzeigen, habe ich mich bisher noch nicht näher beschäftigt. Vor allem das Vergnügen der zweiteren Möglichkeit ist angesichts der Schwarz-Weiß-Darstellung aber ohnehin ein eingeschränktes.

Für das Lesevergnügen ist diese beschränkte Form der Bildschirmdarstellung nicht nachteilig. Das Schriftbild ist klar und deutlich und angenehm lesbar. Für meinen Geschmack könnte allerdings der Hintergrund etwas heller sein, vermutlich würde dann aber die Gefahr des Blendens bestehen.

Insofern muß man das Lesen am E-Reader also mit dem Lesen von Papierschriften vergleichen, wo entsprechende Helligkeit vorausgesetzt wird und darf sich nicht an den selbstleuchtenden Computer-Monitoren orientieren. Dafür soll das Lesen augenschonender und gesünder möglich sein.

Mit der Bedienung ist man bereits nach kurzer Zeit vertraut, allzu viele Funktionalitäten kann das spezialisierte Gerät ja ohnehin nicht bieten.

Vor- und zurückblättern, sowie das bereits erwähnte Setzen von Lesezeichen sowie die ebenfalls schon geschilderte begrenzte Möglichkeit der Schriftgrößenanpassung lassen mit einiger Gewohnheit ein rasches Navigieren zu, auch wenn man entspannt auf der Couch oder im Liegestuhl liegt und die Bedienung nur mit einer Hand vornimmt, wenngleich zugegebenermaßen nach längerer Zeit gleicher Handstellung und damit verbundener Starre hin und wieder etwas Abwechslung gut tut.

Das Gerät ist sofort nach Einschalten aktiv und steht auf der zuletzt gelesenen Seite.

Werden E-Books und E-Book-Reader jetzt also die herkömmlichen Bücher verdrängen ?

Meine Meinung ist ein klares und deutliches “Jein;-)

Ich könnte mir schon vorstellen, dass diese moderne Form des Buches in bestimmten Bereichen größeren Einzug halten könnte (rasch vergängliche Fachbücher, Ratgeber und Nachschlagwerke, Kurzgeschichten, Humoriges und Bedienungsanleitungen).

Das herkömmliche Buch möchte ich aber dennoch nicht missen.

Und schließlich gibt es auf meiner Wunschliste für das nächste E-Book-Reader-Modell schon den einen oder anderen Verbesserungswunsch. Doch dazu ein anderes Mal mehr.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

1 Kommentar zu „Sony PRS-505: Positive Erfahrungen“

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