Archiv für Mai 2009

Fuji S5 Pro – Erste Erkenntnisse

Sonntag, 31. Mai 2009

Die ersten 500 Fotos sind mit der neuen Fuji S5 Pro gemacht. Nachdem ich das Tamron 18-250 wieder zurückgegeben habe, fotografiere ich derzeit ausschließlich mit dem Sigma 10-20.

Was ist mir bisher aufgefallen:

  1. Die knapp 1,5 Kilogramm liegen super in der Hand.
  2. Die im tollen, hellen Sucher einblendbaren Gitternetzlinien sind einfach genial.
  3. Den rudimentären Life-View habe ich bisher noch nicht eingesetzt, wohl aber vermisse ich das schwenk- und drehbare “Oben-Auf”-Display der Sony R1 – gerade bei Fotos in Bodennähe.
  4. Trotz – oder auch wegen – des Fehlens jeglicher Motivprogramme sind die Einstellungsmöglichkeiten vielfältig.
  5. Die Kamera reagiert wesentlich empfindlicher auf Parameteränderungen als meine Sony R1, die idealen Einstellungen habe ich noch nicht gefunden.
  6. Die Farben der Fuji gefallen mir wesentlich besser als jene meiner Canon 400D.
  7. Wichtige Erkenntnis: Hinsichtlich Schärfe und Farbbrillianz der JPG-Bilder kann die Fuji S5 (wie auch schon die Canon 400D) trotz des fast dreifachen Preises nicht im Geringsten mit der Sony R1 mithalten, weshalb ich diese nunmehr fast 4 Jahre alte Bridgekamera immer mehr und mehr schätze. Schade, dass sich Sony nicht dazu entschließen konnte, ein Nachfolgemodell R2 zu präsentieren und stattdessen auf ihre “Plastikbomber” der Alpha-Serie setzt.

Ein Wort zu den Fuji-Farben:

Die Fuji S5 Pro hat ja den Ruf die schönsten aller DSLR-Farben out-of-cam zu erzeugen. Sowohl die unübertroffenen Hautfarben, die sie für die Studiofotografie und Portraits empfehlen, als auch die besonders natürlichen “Landschaftsfarben” Grün und Blau in den JPG´s sollen sie von der Konkurrenz abheben.

Diese natürlichen Farbtöne auch wirklich im Bild festzuhalten ist aber gar nicht so einfach, wie ich mittlerweile festellen mußte.

Derzeit suche ich gerade nach der für meinen Geschmack idealen Kombination zwischen Dynamikumfang (einstellbar zwischen 100 und 400%), Filmmodus, Farbsättigung, Kontrast und Schärfe.

Meine derzeitigen Favoriten für schöne, natürliche Landschaftfarben:

Variante 1

Filmmodus-Einstellung F1c oder alternativ auch F1b (nicht ganz so scharf).

Diese Filmmodi sind zwar eigentlich für Portraits und Mode-Aufnahmen gedacht, erzeugen aber besonders schöne, warme Naturfarben.

Der für Landschaftsfotos empfohlene Modus F2 gefällt mir persönlich nicht so sehr, die Farben sind mir zu grell und zu intensiv.

Variante 2

  • Dynamik: Besser nicht Auto, sondern ein Wert zwischen 100% und 170%
  • Farbe: STD (evtl. M-HIGH)
  • Grad: STD
  • Schärfe: M-Hard
  • Rauschunterdrückung: ORG (eingeschaltete Rauschunterdrückung kann unscharfe Bilder verursachen)

 

Bildgröße

Als Bildgröße bevorzuge ich die Einstellung M-Fein, die 6-Megapixel große Fotos liefert, eine Größe, die für meine Zwecke mehr als ausreichend ist und die durschnittlich 3,5 MB sind auch speicherplatzmäßig ein guter Kompromiss.

Für besondere Motive werde ich zukünftig aber auch das Bildformat Raw verwenden, bei dem sich die Bildgröße aber leider auf 25 MB aufbläst. Die späteren Entwicklungsmöglichkeiten, für die ich das FinePixStudio verwende, sind aber ungleich größer und feiner, als bei meinen bisherigen bescheidenen Bildanpassungen mit dem kostenlosen Foto-Tool IrfanView.

Dennoch möchte ich aber auch künftig meinem Anspruch treu bleiben, “Naturfotos” im zweifachen Sinne zu erstellen.

Bei den Motiven wird es sich um

  • a) Themen der Natur handeln (Berge, Landschaften, Tiere, Pflanzen, Gewässer, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, Wetterstimmungen, etc.), und
  • b) die Fotos sollen natürlich bleiben (ohne künstliche Photoshop-Retuschen).

Akku

Abschließend noch ein Wort zum Akku, den ich nach etwa 400 Fotos zum ersten Mal aufladen mußte. Die Fuji S5 ist als “Energiefresser” bekannt, und so ist die Akkuleistung auch bei Weitem nicht mit der Sony R1 vergleichbar, mit der ich mit einer Akkuladung locker die doppelte Bildmenge erreichen kann.

Witzigerweise verwendet die Fuji einen Akku, der dem Nikon-Akku rein äußerlich auf´s Haar gleicht, aber intern hat Fuji hier eine Sperre eingebaut, so dass auch wirklich nur Fuji-Akkus verwendet werden können. Baugleiche Exemplare von Fremdherstellern sollen nach Internet-Berichten aber wieder funktionieren.

So, das war´s für heute. Weitere Erfahrungsberichte demnächst.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Gröbming-Runde über die Kulmleiten

Sonntag, 31. Mai 2009

Da es in der Früh noch ziemlich bewölkt war, hatten wir uns für heute nichts Größeres vorgenommen.

Als es dann aber zunehmend sonniger und damit immer verlockender wurde, hielt es uns nicht mehr zu Hause.

Den Spaziergang bzw. die Talwanderung haben wir dann gleich mit einem Test der neuen Kamera Fuji S5 Pro verbunden. Um mich mit den vielfältigen Möglichkeiten dieses tollen Fotoapparates vertraut zu machen, werden aber wohl noch einige Wochen, wenn nicht Monate vergehen. Vor allem die im Vergleich zu meiner Sony R1 emfindlicheren Auswirkungen der einzelnen Einstellungsvarianten werden mich noch eingehend beschäftigen.

Die heutige Tour führte uns von Gröbming im Bereich der Mitterbergerstraße auf die Kulmleiten. Von dort stiegen wir westwärts zum Kurpark (Minigolfanlage) mit der Gradieranlage ab.  Von hier gings wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Ein kleines, aber feines “Runderl” mit prächtigen Ausblicken über den Gröbminger Kessel, umrankt von den um die Mittagszeit noch meist in Wolken gehüllten Hausbergen Stoderzinken und Kammspitz. Den weit herunter reichenden Schnee konnte man aber dennoch gut erkennen.

Blick über Gröbming

Blick über Gröbming

 

Details zur Tour gibt es demnächst an gewohnter Stelle auf AlpenYeti´s Wanderseiten.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Mein neues Schätzchen: Fuji S5 Pro

Freitag, 29. Mai 2009

Mein neues Schätzchen ?

Nein, keine Angst, ich berichte heute nicht über ein Seitensprungerlebnis, welches mich in der Midlife-Crisis übermannt hat. Mit Unvernunft hat mein jüngster Kauf aber unter Umständen doch etwas zu tun. Denn ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, und habe mir wieder einmal einen neuen Fotoapparat zugelegt. Da es bei mir im langjährigen Durchschnitt aber ohnehin zwei davon pro Jahr sind, habe ich heuer noch einen Kauf frei ;-) .

In Summe habe ich in den letzten Jahren sicher schon wochenlange Foto-Tests hinter mir, und ich bin immer noch mehr als (angenehm) überrascht, dass meine gebrauchte Sony R1 selbst 4 Jahre nach Ihrem Einstand und fast 3 Jahre nach Einstellung der Produktion (leider) noch immer die beste Qualität aller Fotoapparate bietet. Selbst mehr als 3 Mal so teure DSLR´s schlägt diese Bridgekamera mit ihrem hervorragenden Zeiss-Objektiv locker, was Bildschärfe und Farbqualität Out-Of-Cam (ooc) betrifft.

Langfristig möchte ich aber jetzt doch schön langsam ins Lager der digitalen Spiegelreflexfotografie wechseln (analog hatte ich ja bereits jahrelang zwei Modelle).

Mein absolute Traumkamera wäre ja die Canon 5D Mark II. Neben den Kosten (mit einem vernünftigen Objektiv nahe an der 4.000-Euro-Grenze) schrecken mich aber vor allem auch die immensen Datenmengen der 21-Megapixel-Bilder, die wohl eine komplette Neuanschaffung meiner Computer-Ausstattung erfordern würden.

Und da ich bereits mit der Sony R1 eine in Fachkreisen höchst geschätzte Qualitätskamera mit besonderen Stärken in der Landschaftsfotografie mein Eigen nennen darf, folgte ich auch bei meiner neuesten Anschaffung nicht dem aktuellen “Mainstream”, sondern scherte wieder einmal von der breiten Fotografenmasse etwas aus.

Dies fiel mir umso leichter, als ich nicht einer bestimmten Marke, sondern einzig meinen persönlichen Anforderungen und Ansprüchen huldige. Und so verschlug es mich auch dieses Mal - wie schon bei der Sony R1 – wieder zu einem Auslaufmodell, welches nicht mehr weiter produziert und weiter entwickelt wird:

Ihr Name => Fuji S5 Pro.

Während ich meine Sony R1 mit ihrem idealen Brennweitenbereich von 24 bis 120 (KB-äquivalent) noch immer gerne für hochwertige Reportagefotos einsetzen möchte, werde ich die Fuji S5 Pro, die mit ihren maximal 12 Megapixel noch verhältnismäßig moderate Dateigrößen verzeichnet, künftig für besondere Gestaltungsmöglichkeiten in weitläufigen Landschaften verwenden.

Zu diesem Zweck habe ich ein Ultraweitwinkel-Objektiv erworben, nämlich das Sigma 10 – 20.

Da die Fuji S5 vom Gehäuse her ident ist mit der Nikon D200 (der Vorgängerin der aktuellen D300), ist sie auch zum Nikon-Bajonett kompatibel.

Während die S5 also äußerlich der Nikon D200 entspricht und damit auch alle für diese ausgelegten Objektive nutzen kann, gibt es im “Innenleben” – beim Sensor große und entscheidende Unterschiede: So wird der S5 nachgesagt, die mit Abstand natürlichsten und schönsten Farben zu erzeugen. Einer der Hauptgründe, warum ich mich für diese Kamera entschieden habe.

Wie bereits die Sony R1 ist auch die Fuji S5 keine Sport- und Action-Spezialistin. Geschwindigkeit ist wirklich nicht ihre Stärke. Da aber Landschaften äußerst selten dazu tendieren, sich schleunigst aus dem Staub zu machen, denke ich nicht, dass ich auf Grund der “Langsamkeit” Nachteile zu erwarten habe.

Ob und von welchen anderen meiner “Schätzchen” ich mich nun trenne, steht noch nicht fest (ginge es nach der AlpenYetin, sollte außer der Sony und der Fuji alles raus, um endlich neuen Stauraum zu gewinnen).

Mein aktueller Kamerapark

Mein aktueller Kamerapark

Das Tamron (18-250) auf der Fuji (ganz vorne) wurde mittlerweile durch das oben erwähnte Sigma 10-20 getauscht.

Neben des für mich eher uninteressanten Telebereiches war es die nicht unbedingt überzeugende Bildqualität, insbesondere die mangelhafte Schärfe, die mich zur Rückgabe des Tamron bewogen hat. Den Spitzenwert in diesem Bereich – von der Sony R1 gehalten – vermag aber auch das Sigma nicht zu erreichen, gescheige denn zu überbieten.

So, zum Schluß meines freudigen “Hurra, ich hab was Neues”-Artikels noch ein Bild vom ersten “Auslauf” mit der Fuji und dem Sigma:

Blick zum Stoderzinken

Blick zum Stoderzinken

 

Weitere – hoffentlich positive – Berichte über mein neues “Schätzchen” werden folgen.

Bis dahin – Liebe Grüße

Dein / Ihr / Euer Christian

Erste Gipfeltour auf die Trisselwand

Donnerstag, 28. Mai 2009

Heute gab es endlich die erste gemeinsame Gipfeltour mit der AlpenYetin, nachdem sie vor wenigen Tagen auf Stoderzinken und Freienstein ihre Bewährungsprobe in den Bergen bestanden hat.

Zwar waren heute ab Mittag erste Gewitter angesagt, im Salzkammergut sollte es aber den ganzen Tag über trocken bleiben. Deshalb habe ich für unsere Bergtour eine einfache, aber aussichtsreiche und äußerst empfehlenswerte Wanderung auf die Trisselwand ausgesucht, die sich im steirischen Salzkammergut zwischen dem Altausseer See und dem Grundlsee erhebt.

An einer Stelle – oberhalb eines Bankerls mit Ausblick zum Grundlsee – gibt eine Stelle, wo man in beiden Augenwinkeln gleichzeitig jeweils einen der beiden Seen erkennen kann (vielleicht schiele ich aber auch nur ;-) ).

Beim Gipfelkreuz sind wir zu frühmorgendlicher Stunde noch alleine – etwas später sehen wir aber einen Wanderer in der Ferne, der direkt dem Hundskogel zusteuert und dort auch einige Zeit verbringt.

Gipfelkreuz auf der Trisselwand

Gipfelkreuz auf der Trisselwand

 

Der Ausblick über die schaurig-schön und fast senkrecht abfallenden Felswände zum Altausseer See ist überwältigend.

Ausblick zum Altausseer See

Ausblick zum Altausseer See

 

Ich war schon sehr erstaunt zu sehen, dass in knapp einem Monat seit meinem letzten Besuch am 22.04.2009, wo man mühelos auf glatten Schneeflächen über die Latschen wandern konnte, der Schnee nun so rasch geschmolzen ist.

Nach der Trisselwand strebten wir nun dem Schönleitenloser zu, den ich bisher nur in den Alpenvereinskarten eingezeichnet gefunden habe. Von hier überblickt man gut das Gelände von der Schoberwiesalm bis zum Höllwieser und Schönberg.

Am Schönleitenloser mit Ausblick zum Höllwieser

Am Schönleitenloser mit Ausblick zum Höllwieser

Die herrlichen Alpenblumen auf der Schoberwiesalm haben weiter ostwärts gegen den Schnee noch keine Chance.
Enzian auf der Schoberwiesalm

Enzian auf der Schoberwiesalm

Die AlpenYetin beim Queren eines Schneehanges

Die AlpenYetin beim Queren eines Schneehanges

Wie der Schönleitenloser ist auch der Schoberwiesberg nur in den Alpenvereinskarten verzeichnet.
Nach diesem Gipfel plagten wir uns ein Stück durch eine Latschenzone hinüber zum Hundkogel. Beim Rückweg hätte ich auch gerne dem Klammkogel noch einen Besuch abgestattet, das Latschengestrüpp stemmte sich aber meiner Motivation entgegen und leicht entnervt habe ich heute nachgegeben.
Vom Ahornkogel aber, der in nur wenigen Minuten vom Wanderweg aus erreichbar ist, ließen wir uns auch von einem dichteren Latschengürtel nicht abhalten, zumal sich nach einigen lästigeren Ästen ein gut begehbares und freies Steiglein aus dem hemmenden “Grünzeug” herausschälte.
Viele weitere Fotos sowie die vollständige Tourenbeschreibung findet ihr im Tourenalbum.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian