Schneeschuhwandern – Gehtechnik

Gehtechnik mit Schneeschuhen

Muß man zum Schneeschuhwandern eine spezielle Technik erlernen ?

Wie bereits bei meinen Ausführungen im Beitrag Voraussetzungen zum Schneeschuhwandern beschrieben, bin ich der festen Überzeugung, dass wirklich „JEDER“ ohne Bedenken mit Schneeschuhwanderungen beginnen kann, der die 3-Punkte des GMZ+©-Tests erfüllt, denn man wird in diesem Anfangsstadium noch kaum versuchen, vereiste oder felsdurchsetzte 40°-Steilhänge zu überwinden.

Wenn man dann später mit wachsender Leidenschaft immer anspruchsvollere Passagen beschreitet, gibt es einige wenige Tipps für schwierige Schlüsselstellen, die man zumindest einmal gehört haben sollte.

Gehtechnik beim Schneeschuhwandern

Gehtechnik beim Schneeschuhwandern

Die 2 größten Fehler

Im Prinzip können Sie beim Schneeschuhwandern nur 2 Fehler machen:

1.) Es erst gar nicht versuchen
Der größte Fehler, den Sie begehen können, ist der, dass Sie es aus Angst, aus Scham oder aus Unwissenheit erst gar nicht versuchen.

2.) Zu schnell gehen
Der zweite Fehler – jener der von sehr vielen Einsteigern häufig begangen wird: Sie gehen zu schnell.

Falls Sie bereits im Sommer Wandererfahrungen gemacht haben, sollten Sie nicht versuchen, Ihre bekannten Gehzeiten auf den Winter zu übertragen. Vor allem bei Spurarbeit werden Sie für gleiche Wegstrecken wesentlich mehr Zeit benötigen.

Und noch etwas: Sie sollten nicht unbedingt den gängigen Klischee-Fotos vom Schneeschuhwandern Glauben schenken, auf denen braungebrannte, bunte Topmarkenkleidung tragende, junge Menschen durch Winterlandschaften springen und dabei staubenden Pulverschnee aufwirbeln.

Selbst bei überdurchschnittlicher Kondition werden Sie dieses Herumtollen im Tiefschnee nicht allzu lange durchhalten.

Und meines Erachtens widerspricht dieses Image von „Action und Fun“ auch dem wahren Kern des Schneeschuhwanderns.

Also noch einmal mein Rat: Gehen Sie es langsam und gemächlich an. Setzen Sie jeden Schritt ganz bewußt. Lauschen Sie auf die Schneegeräusche – sei es ein dumpfes „Gmpfgmpfgmpf“ im kalten Pulverschnee oder das Kratzen der Eisenkrallen über den Harschdeckel.

Beobachten Sie den Schnee, wie er durch die Öffnungen Ihrer Schneeschuhe nach oben drückt. Hören Sie in sich hinein. Lassen Sie die Gedanken fließen und nehmen Sie die wunderbaren Eindrücke der Natur mit all Ihren Sinnen wahr.

Denn beim Schneeschuhwandern gilt mehr, als bei jeder anderen Wanderart:

Der Weg ist das Ziel

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