Giftschlangen-Begegnungen: Kreuzotter

Manchmal aggressiv und fauchend, meist aber rasch flüchtend

Spricht man in Österreich von Giftschlangen, denkt man in erster Linie an die Kreuzotter.

Aber im Gegensatz zu der weit verbreiteten Angst vor Schlangen hält sich die tatsächliche Gefährlichkeit der giftigsten Exemplare im „Normalfall“ in Grenzen.

Bei den wenigen Dutzend Schlangenbiss-Unfällen pro Jahr in Österreich sind so gut wie nie tödliche Vorfälle dabei, deshalb braucht man im Ernstfall nicht in Panik zu verfallen.

Kreuzottern werden meist nur aggressiv, wenn sie nicht flüchten können

Kreuzottern werden meist nur aggressiv, wenn sie nicht flüchten können

Nach Möglichkeit den Körper(teil) ruhig lagern und den nächstgelegenen Arzt aufsuchen, aber keinesfalls – wie in meiner Kindheit noch empfohlen – die Wunde ausschneiden und
das Gift aussaugen
. (ACHTUNG: Das ist KEINE medizinische Beratung!)

Meist verschwinden sie so rasch, dass man sie kaum fotografieren kann

Meist verschwinden sie so rasch, dass man sie kaum fotografieren kann

Worin ist die Gefahr für Wanderer nun begründet ?

Auf meinen zahlreichen Streifzügen durch die heimischen Wälder und auf die Berge treffe ich auch gar nicht so selten auf Kreuzottern.

Und ich muß zugeben: Ich bin fasziniert von diesen Tieren und ich genieße es, sie zu beobachten.

Meist aber flüchten sie so rasch ins hohe Gras oder dichte Unterholz, dass es mir gar nicht möglich ist, die an und für sich scheuen Tiere zu fotografieren.

Aggressiv werden sie meist nur dann, wenn ihnen der Fluchtweg abgeschnitten wird oder sie bei niedrigeren Temperaturen etwas starr sind.

Dann kann es passieren, dass sie den Menschen mit lautstarkem Fauchen und Zischen warnen.

Die größte Gefahr, gebissen zu werden, geht meiner eigenen Erfahrung nach von Kreuzottern dann aus, wenn man im unübersichtlichen Gelände mit den Händen Halt sucht und beispielsweise nach oben ins hohe Gras oder in Felsnischen greift oder unachtsam über sie „stolpert“.


Schlangenjahre

Kreuzottern sind häufig ganz schwarz gefärbt (Höllenottern)

Kreuzottern sind häufig ganz schwarz gefärbt (Höllenottern)

In manchen Jahren trifft man kaum auf eine Kreuzotter, andere Jahre wiederum – so zum Beispiel 2006, 2009 und 2013 – scheinen ausgesprochen günstige Schlangenjahre zu sein.

Weiters fällt mir auf, dass beim Großteil der von mir angetroffenen Kreuzottern das typische Zickzack-Band am Rücken gar nicht allzu deutlich sichtbar ist, überwiegend sehe ich eigentlich dunkle bis schwarze Exemplare – die sogenannte „Höllenotter“.


Schlangen-Begegnungen

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