Alpentrekking in Österreich

Weitwanderwege zwischen Berghütten und Biwakschachteln


Alpentrekking - Definition

Bei der Rubrik "Alpentrekking" handelt es sich um eines meiner neuesten Projekte. Worum geht es dabei ? Warum das Fremdwort "Trekking" und nicht der herkömmliche und gebräuchliche Begriff "Wandern" bzw. "Weitwandern" ?

Auf all diese Fragen möchte ich ich mit einem Verweis zur Begriffsdefinition des Wortes Trekking bei Wikipedia antworten.

Unterschiede zwischen Trekking und Wandern

Nachdem sich meine Tages-Wanderungen in den letzten Jahren immer mehr in die Länge zogen (Höhenmeter, Kilometer und damit auch zeitmäßig) - selbst Wandertouren zwischen 15 und 20 Stunden am Stück waren keine Seltenheit mehr - und die zurückgelegten Routen andererseits sehr häufig auch abseits markierter und eingegangener Wege lagen, war es für mich an der Zeit, diese Art von Touren von den klassischen Wandertouren etwas abzugrenzen, da ich auch glaube, dass das interessierte Zielpublikum dabei ein anderes ist.

Zwei Begriffe sind es, die mir bei der Wikipedia-Definition besonders gut gefallen. Einerseits das Wort "Zivilisationsferne" und andererseits die Beschreibung "weitestgehender Verzicht auf eventuell vorhandene Infrastruktur".

Denn mit dieser Bezeichnung wird schon sehr viel über die Besonderheiten beim Trekking ausgesagt. Während klassische Wandertouren in der Regel eher dadurch gekennzeichnet sind, dass man vom Tal oder einer Hütte ein bestimmtes Gipfelziel anvisiert, sich dabei auf vorgegebenen markierten Wanderwegen bewegt und die Wanderung innerhalb weniger Stunden wieder abschließt, ist es beim Trekking nicht unüblich, auch markierungslose Steige zu nutzen oder gänzlich weglos durch abgeschiedene Wildnis zu "streunen", in Berghütten oder bewirtschafteten Almen, vorzugsweise aber "von Fremden unversorgt" in Biwakschachteln, im Zelt oder bloß im Schlafsack zu übernachten.

Mit diesem Abschnitt "Alpentrekking" möchte ich zeigen, dass es auch in der heutigen lauten, geschwätzigen und hektischen Zeit noch genügend "Rückzugsgebiete" gibt, bei denen man tagelang kaum jemanden begegnet und dadurch auch der Naturgenuß und das Naturerlebnis ungleich größer ist, als auf stark frequentierten Modebergen.

Vorbereitung und Ausrüstung

Diese Touren erfordern aber natürlich auch eine gründlichere Vorbereitung und entsprechende alpine Erfahrungen, weshalb ich sie Gelegenheitswanderern ohne Begleitung eher nicht empfehlen würde.

Neben ungleich größeren Anforderungen an die Konstitution - schließlich gilt es, erheblich mehr Material zu transportieren, als bei klassischen Bergtouren - ist vor allem die geeignete Trekking-Ausrüstung das Um und Auf, damit "im Hinterland" auch ich Österreich noch "Alaska- oder Kanada-Feeling" aufkommen kann.

Neben den klassischen Wander-Utensilien, wie Stirnlampe, Erste-Hilfe-Zubehör und Orientierungshilfsmittel wie Höhenmesser, Kompass oder GPS wird man sich vor allem mit Schlafsack und Zelt beschäftigen müssen. Und das ganze will dann natürlich auch noch in einem geeigneten Rucksack untergebracht werden.


Trekking-Routen

Und dann fehlt natürlich noch das Wichtigste überhaupt: Die geeigneten, abgelegenen aber dennoch mit einem kalkulierbaren Risiko durch- und überschreitbaren Gebirge, damit die Tour die Beschreibung "Trekking" auch wirklich verdient.

Durch meine ausgeprägte Wandertätigkeit in den letzten Jahren in den österreichischen Bundesländern Steiermark, Salzburg und Oberösterreich bei denen ich im Rahmen meines Projektes Gipfelliste "1001 Gipfel" wirklich so gut wie alle erwanderbaren Berggipfel in Zentral-Österreich besucht habe, durfte ich natürlich auch viele abgeschiedene Landschaften entdecken, die den Begriff "unberührte Natur" auch heute noch wirklich verdienen.

Ich habe auch keine Angst vor dem etwaigen Einwurf, wenn ich diese Trekking-Paradiese jetzt veröffentliche, dass es dann bald keine Einsamkeit und kein ungetrübtes Outdoorerlebnis mehr geben wird.

Denn zu abgelegen und viel zu strapaziös sind die Wandergebiete für durchschnittliche Wanderer, so dass vermutlich nur sehr konditionsstarke und besonders naturbewußte Outdoorliebhaber meinen Routenempfehlungen zu ausgesuchten Wander-Geheimtipps und Touren-Schmankerln folgen werden.

Die von mir bevorzugten Trekkinggebiete liegen einerseits in den nördlichen Kalkalpen vom Tennengebirge über das Dachsteingebirge bis zum Zentralmassiv des Toten Gebirges und andererseits in den Niederen Tauern, vorrangig in den Schladminger Tauern und Radstädter Tauern.


Alpentrekking

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